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Investor: Kühne will HSV-Machtwechsel – sonst gibt's keine Kohle mehr!

Klaus-Michael Kühne

Klaus-Michael Kühne besitzt 20,6 Prozent der Anteile an der HSV AG.

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picture alliance / Axel Heimken/

Der Führungsstreit beim HSV schwelt. Die Gräben zwischen dem Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann und Sportvorstand Jonas Boldt, insbesondere aber Finanzvorstand Frank Wettstein, sind aufgerissen. Jetzt hat sich Mäzen Klaus-Michael Kühne zu Wort gemeldet – und klar Stellung bezogen.

Der 82-jährige Kühne gilt als entschiedener Gegner von Hoffmann – und machte das jetzt auf schriftliche Anfrage der „Zeit“ noch einmal deutlich. Auf die Frage, ob er im Sommer personelle Veränderungen beim HSV erwarte, antwortete der Investor: „Ich hoffe es.“ Die klare Empfehlung des Mäzens: Der jetzige Vereins-Präsident Marcell Jansen soll im neuen Vorstand einen Posten übernehmen und Bernd Hoffmann diesem nicht mehr angehören.

Jansen Hoffmann

HSV-Präsident Marcell Jansen und Bernd Hoffmann trafen sich im Februar mit Klaus-Michael Kühne.

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WITTERS

Kühne: Marcell Jansen statt Bernd Hoffmann im HSV-Vorstand

Klare Kante von Kühne. Der Logistik-Milliardär, der seit 2015 die Namensrechte am Volksparkstadion hält, hat die Faxen dicke. Rund vier Millionen Euro pro Jahr zahlt Kühne dafür, dass die Arena in Stellingen ihren ursprünglichen Namen trägt.

Doch wie lange noch? Der Vertrag läuft im Sommer aus. Anfang Februar hatte Kühne sich noch optimistisch gezeigt und eine Verlängerung noch in Aussicht gestellt. Damals sagte er dem NDR: „Ich möchte den HSV unverändert unterstützen, aber er muss auch Leistung bringen." Kühne erklärte weiter: „Wenn es so weitergeht, bin ich überzeugt davon, dass wir eine gute Lösung finden werden.“

Volksparkstadion: Zahlt Kühne weiter für Namensrechte?

In der Tat hat sich der Mäzen Anfang Februar mit Präsident Marcell Jansen, Vorstand Bernd Hoffmann und dem Aufsichtsratvorsitzenden Max-Arnold Köttgen getroffen und lose Gespräche über eine Verlängerung der Namensrechte geführt. Seitdem ist viel passiert. Derbypleite, Vorstands-Zoff und die Corona-Zwangspause.

Es gäbe aktuell keine Gespräche über die Verlängerung der Namensrechte und auch zu sonstigen Finanzspritzen für seinen Herzensklub, sagte Kühne nun der „Zeit“ : „In der augenblicklichen Situation nein.“ Mit einem Vorstand namens Marcell Jansen könnte sich das aber offenbar wieder ändern.