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Tim Walter schreit und deutet
  • Kein Trainer war in diesem Jahrtausend so lange beim HSV als Chef angestellt wie Tim Walter.
  • Foto: WITTERS

HSV-Trainer Walter jagt gegen Fürth den nächsten Jahrtausend-Rekord

Sechs Grad, strömender Regen, strammer Wind. Seine Liebe zu Norddeutschland, die HSV-Trainer Tim Walter unter der Woche noch einmal betont hatte, wurde beim Abschlusstraining am Freitagnachmittag auf eine harte Probe gestellt. Rein sportlich gesehen aber konnte der Coach aufatmen. Ignace Van der Brempt, Ransford Königsdörffer und Stephan Ambrosius, die erst später von ihren Nationalteams zurückgekehrt waren, konnten zumindest eine Einheit vor dem Heimspiel gegen Fürth absolvieren, sind also einsatzbereit.

Neben Kapitän Sebastian Schonlau und Anssi Suhonen wird nur András Németh, der mit einer Kapselverletzung im Sprunggelenk von der ungarischen U21 zurückgekehrt war, dem Coach nicht zur Verfügung stehen – in einem besonderen Spiel für Walter. Seit Montag ist der 47-Jährige der am längsten amtierende HSV-Trainer in diesem Jahrtausend. Und an seinem 842. Tag im Job kann Walter direkt den nächsten Rekord für dieses Jahrtausend knacken.

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14 Zweitliga-Heimspiele in Folge hat der HSV nicht verloren. Hält diese Serie auch gegen Fürth, würden die Hamburger zwei für dieses Jahrtausend geltende Bestmarken einstellen. Von April 2021 bis Februar 2022 verantworteten Daniel Thioune, Horst Hrubesch und Walter zusammen 15 ungeschlagene Heimspiele. Von September 2002 bis August 2003 blieb der HSV unter Kurt Jara 15 Spiele in Folge ohne Niederlage. Die aktuell letzte Liga-Pleite im Volkspark kassierten die Rothosen am 23. Oktober 2022 beim 2:3 gegen Magdeburg. Vor einem Jahr also.

„Wir freuen uns, dass wir wieder daheim ran dürfen“, sagt Walter, „weil wir natürlich daheim auch getragen werden.“ Die Atmosphäre könne „einschüchternd für den Gegner“ sein, weist der Rekord-Trainer auch den Fans einen Anteil an der Serie zu. Mit Fürth erwartet Walter dennoch einen „sehr unangenehmen Gegner“, ​​​​​​​einen allerdings, der im Volksparkstadion noch nie gewinnen konnte.

Fürth gewann letztmals 1929 beim HSV

Den HSV besiegte das „Kleeblatt“ letztmals am 30. Juni 1929 in Hamburg. Mit der 0:2-Niederlage im Viertelfinale im Altonaer Stadion war der HSV als Deutscher Meister entthront. Und das Fachblatt „Turnen, Spiel und Sport“ musste über den HSV enttäuscht feststellen, „dass er diese höchste Würde, die der DFB zu vergeben hat, nicht immer würdig vertreten hat, und dass er sie heute nicht gerade ruhmvoll verloren hat“.

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34.446 Tage später sollte sich ein ähnlicher Verlauf nicht wiederholen. Sonst wäre Walters Serie futsch. Und das schlechte Wetter wohl sein kleinstes Problem.

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