• Timo Letschert spielte in der abgelaufenen Saison für den HSV. Sein Vertrag wurde nicht verlängert.
  • Foto: Groothuis/Witters/Pool/Witters

Fans alarmierten Verein: Rechter Wirbel um Ex-HSV-Profi Timo Letschert

Die vergangenen Wochen liefen für Timo Letschert alles andere als erfreulich. Zunächst verpasste er mit dem HSV den Aufstieg, dann nahm der Verein auch noch von der zunächst angedachten Vertragsverlängerung Abstand. Nun gibt es neuen Wirbel um Letschert – weil der Niederländer auf Social-Media-Kanälen der rechtspopulistischen Partei „Forum voor Democratie“ (FVD) folgt.

Der neue Ärger um Letschert. Anhängern des HSV war aufgefallen, dass der Abwehrspieler auf Instagram der FVD und ihrem Gründer Thierry Baudet folgt.

Thierry Baudet

FVD-Gründer Thierry Baudet

Foto:

imago images/Pro Shots

Er und seine Partei unterhalten beste Kontakte zu Rechtspopulisten in aller Welt, bedienen sich gern mal antimuslimischer Ressentiments und setzen sich u.a. für einen Austritt der Niederlande aus der EU ein.

HSV-Fans kontaktierten den Verein und stellten Fragen zu Letschert

Nur ein Fauxpas des 27-Jährigen? Nach MOPO-Informationen kontaktierten Fans den HSV, um zu erfragen, wie die im Leitbild des Vereins festgeschriebenen Werte, sich klar gegen jede Form von Diskriminierung, Gewalt und Extremismus zu stellen, mit Letscherts offen zur Schau gestellten Sympathien für das FVD vereinbaren ließe. Eine Antwort darauf erhielten sie zunächst nicht.

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Wie die MOPO erfuhr, waren die Entscheidungsträger des Vereins aber sehr wohl alarmiert und wollten Letschert – so der Plan – nach der Partie gegen Sandhausen (1:5) in einem persönlichen Gespräch zu der Angelegenheit befragen. Es blieb allerdings nur bei dem Vorhaben.

Die Begründung: Da Letscherts Vertrag nun ohnehin aus sportlichen Gründen nicht verlängert werde, sei die Angelegenheit aus Sicht des Vereins auch nicht mehr relevant.

HSV: Letscherts Schwester Lisa arbeitet für die UN in New York

Dass sich der Abwehrspieler verstärkt für Politik interessiert, ist im Übrigen nicht ungewöhnlich. Seine Schwester Lisa sitzt für die Vereinten Nationen in New York und arbeitet dort im Bereich der Terrorismus-Bekämpfung. 

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