Heung-Min Son
  • Heung-Min Son erzielte in 73 Bundesligaspielen für den HSV 20 Tore.
  • Foto: WITTERS

Rache wegen Rassismus: Ex-HSV-Star Son wollte „Deutsche weinen sehen“

73 Bundesligaspiele für den HSV reichten für Heung Min Son, um ein absoluter Publikumsliebling im Volkspark zu werden. Der inzwischen 29-Jährige spielte nach seinem Abgang aus Hamburg noch zwei Jahre bei Bayer Leverkusen (2013 – 2015), ehe er bei Tottenham Hotspur endgültig zum Megastar wurde. 93 Premier-League-Tore hat der Südkoreaner für die Spurs erzielt, wurde in der abgelaufenen Saison zum Torschützenkönig.

Eine Weltkarriere, die in Hamburg ihren Lauf nahm. Seine Zeit an der Elbe hat Son aber nicht nur in positiver Erinnerung, wie er jetzt erzählte. So habe er in seiner Anfangszeit in Deutschland Erfahrungen mit Rassismus machen müssen. Als 16-Jähriger kam Son aus Seoul nach Hamburg, spielte im HSV-Nachwuchs. „Ich erlebte viele sehr schwierige Momente, die ihr euch nicht mal vorstellen könnt“, sagte Son bei einem Fan-Talk. „Ich sah mich mit viel Rassismus konfrontiert.“ Es reifte der Gedanke nach Rache bei Son. Die nahm er 2018 – sportlich.


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Im dritten WM-Gruppenspiel Südkorea gegen Deutschland erzielte der Angreifer in der sechsten Minute der Nachspielzeit den Treffer zum 2:0, kegelte die DFB-Auswahl damit endgültig aus dem Turnier. Balsam auf seinem Seelenleben, wie Son jetzt erklärte. „Wenn ich Menschen weinen sehe, will ich sie eigentlich trösten. Aber als ich die Deutschen weinen sah, hatte ich mit etwas Rache genommen, was mir Spaß bereitet.“ Ein Schlussstrich unter einem sehr traurigen Kapitel aus Sons ereignisreicher Weltkarriere.

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