Robin Velasco
  • Die MOPO traf HSV-Talent Robin Velasco auf der Dachterasse der Alexander-Otto-Akademie.
  • Foto: WITTERS

HSV-Talent Velasco: Ein echter Hamburger klopft oben an

Ein verschmitztes Lächeln, ein kurzer Blick von der Dachterrasse des HSV-Campus direkt auf das Volksparkstadion. Dort will Robin Velasco eines Tages einmal stehen – mit der Raute auf der Brust. Die MOPO wird das U21-Talent der Rothosen ein Jahr lang auf seinem Weg begleiten. 

Um Tore und Siege soll es gehen, um die Entwicklung eines jungen Mannes. Aber auch um Probleme und Schwierigkeiten, die auf dem Weg zu den Profis warten. Velasco ist 19 Jahre alt und arbeitet doch schon eine kleine Ewigkeit daran, sich seinen Traum zu erfüllen. „Bevor ich 2012 fest zum HSV gekommen bin, war ich schon ein Jahr lang Perspektivspieler. Damals habe ich in der U11 als Offensivspieler angefangen“, blickt Velasco auf seine ersten Schritte bei den Rothosen zurück. Früh musste der sechsfache Junioren-Nationalspieler Rückschläge erleben.

Robin Velasco
Das Ziel von Robin Velasco ist klar: Profi werden, am liebsten bei „seinem“ HSV.

Die MOPO begleitet Robin Velasco ein Jahr auf seinem Weg

„In der U13 hatte ich Verletzungen, die vor allem mit meinem Wachstum zusammenhingen. In der U14 wurde ich zum Sechser umgeschult. Mein damaliger Trainer Florian Wolf hat mich den ,Staubsauger‘ getauft. Erst zur U16 wurde ich wieder Offensivspieler.“ Inzwischen ist Velasco in der U21 der Rothosen angekommen, die von Pit Reimers trainiert wird. Bereits im Winter durfte der 19-Jährige sich beim Regionalliga-Team versuchen. Immer unterstützt haben ihn seine Eltern.

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„Sie freuen sich immer für mich, sind aufgeregt und stolz“ ,sagt er mit leuchtenden Augen. „Wir sind eine Fußballer-Familie.“ Gebraucht hat er sie vor allem nach einem Syndesmose- und Außenbandriss kurz vor dem Übergang zur U19. „Es war ein schlimmes Gefühl, zu wissen, dass es mit dem Fußball erst mal etwas länger nichts werden wird. Bis ich wieder spielen konnte, hat es dann sechs Monate gedauert.“ 

Die Familie hat ihn aufgebaut und war natürlich auch 2017 schon dabei, als Velasco in der U15 sein erstes Länderspiel machte. „Es war ein Hammer-Gefühl. Mein erstes Spiel gegen die Niederlande werde ich nie vergessen. Ich stand in der Startelf und bin auf das Feld gelaufen. Ich habe meine Eltern auf der Tribüne gesehen. Als die Nationalhymne kam, war das absolute Gänsehaut. Ein unglaubliches Gefühl.“ 

Robin Velasco
Das direkte Duell: Robin Velasco (r.) gegen MOPO-Reporter Niklas Heiden.

Horst Hrubesch verlängerte Robin Velascos Vertrag bis 2023

Horst Hrubesch verlängerte Velascos Vertrag beim HSV kürzlich bis 2023. Viel Zeit für Freunde bleibt nicht. „Aber ich kriege das ganz gut unter einen Hut“, sagt der Linksaußen und setzt klare Prioritäten. „Alle Entscheidungen, die ich treffe, treffe ich zugunsten des Fußballs. Wenn ich schlechte Laune habe, gehe ich Fußball spielen, wenn ich traurig bin, gehe ich Fußball spielen. Beim Fußball vergisst man einfach alles.“

Die Raute trägt er längst im Herzen. „Ich bin ein Hamburger Jung und meine ganze Familie ist HSV-Fan. Natürlich ist es mein Traum, in diesem Stadion spielen zu dürfen. Einmal auf das Feld zu laufen und ‚Mein Hamburg lieb ich sehr‘ zu hören, das wäre der schönste Moment, den ich mir vorstellen kann“, sagt Velasco und schaut vom Campus aufs Volksparkstadion.

Robin Velasco: „Meine ganze Familie ist HSV-Fan“

Der Mann, der einst vom SC Egenbüttel kam, wirkt erstaunlich reif für sein Alter, unterstützt soziale Projekte. „Ich finde es wichtig, dass wir Jugendspieler als Vorbilder agieren und am Leben anderer Kinder, die viel weniger haben als ich, teilnehmen und diese unterstützen“, sagt er. 

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Ein Talent auf dem Weg nach oben. Ein Hamburger Jung, seit neun Jahren im Verein. Und bald ein Profi? Die MOPO wird Velasco ab sofort auf seinem Weg begleiten.

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