Das Volksparkstadion, die Heimat des HSV
  • Im Jahre 2000 wurde das Volksparkstadion nach dem Umbau fertiggestellt. Nun stehen aufwendige Sanierungen und Modernisierungen an.
  • Foto: WITTERS

Der HSV ist blank! Die schwere Suche nach den Millionen fürs Stadion

Thomas Wüstefeld hat dieser Tage einen Termin nach dem anderen. Während sich die Familie des 53-Jährigen bereits in den Sommerurlaub verabschiedet hat, putzt der HSV-Finanzvorstand Klinken und ist auf der Suche nach Geldgebern. Denn bezogen auf die dringend notwendigen Renovierungen und Sanierungen im Volksparkstadion drängt die Zeit.

Am Mittwoch veröffentlichte die „Sport-Bild“ einen Bericht, der offenbarte, wie dringend der HSV handeln muss. Demnach müsse die 40.000 Quadratmeter große Dachmembran, die wie ein Zirkuszelt über dem Stadion angebracht ist, aus Sicherheitsgründen spätestens bis Ende 2023 komplett erneuert werden. Allein das soll bis zu 14 Millionen Euro kosten. Wird der HSV nicht tätig, könnte das Bezirksamt Altona die Betriebserlaubnis für das Stadion verweigern – und es damit schließen.


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Dass es sich dabei um das allerschlimmste eines jeden nur erdenklichen Szenarios handelt, ist klar. Und dennoch: Die Zeiten, in denen der HSV die Arbeiten auf die lange Bank schieben kann, sind vorbei. Bis zu 35 bis 45 Millionen Euro, so die Kalkulation, könnten alle Reparaturen und Modernisierungen kosten. Die für die EM 2024 nötigen Arbeiten könnten etwa ein Viertel dieser Summe verschlingen.

Wüstefeld legte die finanziellen Probleme des HSV dar

Weiterhin offen, wie der HSV das stemmen will. Kürzlich erst erklärte Wüstefeld vor dem Sportausschuss der Stadt, dass der HSV blank und die Finanzierung derzeit nicht möglich sei. Seitdem ist der Boss weiter auf der Suche nach Finanzierungsquellen.

Innerhalb des Aufsichtsrates soll es bereits Überlegungen geben, ob der Verein der AG als ihr Hauptaktionär (hält 75,10 Prozent der Anteile) nicht helfen könne, etwa durch eine millionenschwere Beleihung des HSV-Geländes in Ochsenzoll. Die Hürde aber wäre hoch – denn die Mitglieder müssten mit einer Dreiviertelmehrheit zustimmen.

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