HSV-Trainer Tim Walter
  • HSV-Trainer Tim Walter fand trotz der Jubelarien gegen Regensburg auch einen Punkt, der ihm mächtig missfiel.
  • Foto: WITTERS

„Das brauchen wir nicht“: Trainer Walter rüffelt nach Sieg HSV-Fans

Es kommt nicht immer auf die Summe an, sondern auf das, was die Anwesenden daraus machen. 23.505 Fans waren gegen Regensburg im Volkspark dabei – eine Minuskulisse, seit der HSV sein Stadion mit 2G-Vorgaben wieder komplett auslasten darf. Doch die Anhänger machten beim 4:1-Erfolg gegen den Jahn einen Heidenlärm. Trainer Tim Walter wollte sich einen Rüffel dennoch nicht verkneifen.

So ausgiebig wurden die HSV-Profis nach Abpfiff schon lange nicht mehr gefeiert. Minutenlang standen sie vor der Nordtribüne und genossen die Ovationen der Fans. Walter verfolgte es mit Zufriedenheit, hatte es zuletzt doch mehrfach Diskussionen um die Atmosphäre im Volkspark gegeben. Doch bei aller Freude: Auch diesmal stieß Walter etwas übel auf.


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Die Reaktionen aus der 41. Minute sorgten bei dem 46-Jährigen für Missmut. Als Regensburg Christoph Moritz einwechselte, setzte es ein Pfeifkonzert für den Ex-Hamburger, der zwischen 2018 und 2020 in 20 Pflichtspielen für den HSV auflief. So sehr Walter die Fans auch lobte, eines lag ihm auf dem Herzen: „Wir sind auch froh, wenn unsere Hardcore-Fans wieder im Stadion sind. Dass Christoph Moritz, der auch mal hier gespielt hat, ausgepfiffen wird, ist eine Unart. Das brauchen wir nicht.“

Die HSV-Ultras verzichten noch auf einen generellen Support im Volkspark

Walters Hoffnung: Sobald die Ultras wieder den Support in der Kurve übernehmen (worauf sie bislang noch verzichten), könnte das Gros der Fans auch beim Empfang von früheren Spielern wieder disziplinierter agieren. Schon zuletzt gegen Kiel hatte es heftige Pfiffe gegen die Ex-HSV-Profis Fiete Arp und Lewis Holtby gegeben. Dass ehemalige Spieler ausgepfiffen werden, ist allerdings kein Hamburger Phänomen, sondern hat sich in den meisten Stadien eingebürgert. Walter tritt dem nun entgegen.

Unterm Strich war die Atmosphäre im Volkspark diesmal aber deutlich freundlicher, was natürlich vor allem mit der Leistung und dem Resultat zu tun haben dürfte. In den Wochen zuvor wurde auch in Fan-Kreisen ein Sittenverfall registriert und angeprangert. Die Regensburg-Partie kann als Schritt nach vorn quittiert werden – trotz der Pfiffe gegen Moritz.

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