War nach der Niederlage gegen Argentinien bedient: Kroatien-Cheftrainer Lino Cervar
  • War nach der Niederlage gegen Argentinien bedient: Kroatien-Cheftrainer Lino Cervar
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Handball-Hammer: Kroatien-Trainer tritt nach Blamage live im TV zurück

Mitfavorit Kroatien muss bei der Handball-WM um den Einzug ins Viertelfinale bangen – und sich nach dem Mega-Turnier in Ägypten einen neuen Trainer suchen.

Nach der überraschenden 19:23 (12:12)-Pleite gegen Argentinien gab Nationalcoach Lino Cervar in einem Live-Interview im tschechischen Fernsehen überraschend seinen Rücktritt zum Ende der WM bekannt.

Kroatien-Trainer Cervar: „Sollte nicht Trainer dieser Mannschaft sein“

„Das ist eine Enttäuschung. Ich übernehme Verantwortung, egal, was passiert“, sagte der 70-jährige Cervar nach der bitteren Niederlage gegen die „Gauchos“ dem TV-Sender HRT und blieb auch auf Nachfrage bei seiner Aussage. „Ein Trainer, dessen Team ein Entscheidungsspiel so spielt, wie es heute getan wurde, sollte nicht Trainer dieser Mannschaft sein.“

Mit einem Sieg hätte Kroatien, das nach der Pleite lediglich auf Rang drei (5:3 Punkte) hinter den Südamerikanern liegt, das Weiterkommen bereits sicher gehabt. Im letzten Hauptrundenspiel wartet auf den EM-Zweiten um Kapitän Domagoj Duvnjak am Montag nun Tabellenführer Dänemark (8:0). Der Titelverteidiger setzte sich am Samstagabend mit 34:27 (19:17) gegen Japan mit Ex-Bundestrainer Dagur Sigurdsson durch und machte damit den vorzeitigen Viertelfinal-Einzug perfekt.

Kroatien bangt um Viertelfinaleinzug – Entscheidungsspiel gegen Dänemark

Europameister Spanien und Ungarn zogen derweil als erste Teams in das Viertelfinale ein. Turnierfavorit Spanien setzte sich mit 38:23 (24:12) gegen den krassen Außenseiter Uruguay durch und hat nun 7:1 Punkte auf dem Konto. Ungarn schlug Polen mühelos mit 30:26 (16:10) und behauptete mit 8:0 Punkten die Führung der Gruppe I vor den Iberern.

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Deutschland hat aufgrund dieser Ergebnisse keine Möglichkeit mehr, den anvisierten Sprung unter die acht besten Teams des Turniers zu schaffen. Nur die beiden Erstplatzierten der vier Hauptrundengruppen qualifizieren sich für die K.o.-Runde. (mp/sid)

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