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Niklas Weller vom Handball Sport Verein Hamburg beim Torwurf gegen den THW Kiel
  • Hamburgs Kreisläufer und Kapitän Niklas Weller (hier bei der 28:40-Niederlage in Kiel in der Vorsaison) hat sich mit seinem Team viel vorgenommen.
  • Foto: IMAGO/Eibner

Siegender HSV Hamburg will beim kriselnden THW Kiel „was holen“

Die Vorfreude auf das sogenannte kleine Nordderby ist groß bei Hamburgs Handballern – und gleichermaßen die Hoffnungen, aus der Formkrise des THW Kiel Kapital schlagen zu können. Doch es gibt auch ein großes Fragezeichen vor den 60 Minuten in der Wunderino Arena am Sonntag (15 Uhr, live bei Dyn): welches Gesicht zeigt der Rekordmeister? Das Duell wird zur Wunderinotüte.

Der HSVH geht nach zuletzt fünf Siegen in Serie in Liga und Pokal mit breiter Brust in die Partie, während der THW nach vier Niederlagen in Folge gegen nationale Gegner in der Krise steckt und sich verunsichert und anfällig präsentierte.

HSV Hamburg mit viel Selbstvertrauen zum THW Kiel

„Unsere Jungs strotzen vor Selbstvertrauen“, sagt HSVH-Geschäftsführer Sebastian Frecke und ergänzt: „Das ist das einzige, was wir dem THW voraushaben.“ Immerhin. Das könnte entscheidend sein. Die Ausgangslage für die Hamburger „war schon mal schlechter“. Aber Frecke betont: „Es ist immer noch der THW Kiel.“

Doch der amtierende Meister schwächelt nicht nur aktuell, sondern hat durch die Abschiede von Ausnahme-Keeper Niklas Landin und Rückraum-Star Sander Sagosen signifikant Qualität verloren, wenngleich der THW immer noch ein Starensemble ist – aber derzeit kein gut funktionierendes.

Trainer Torsten Jansen sieht „Chance, da was zu holen“

„Wir haben die Chance, da was zu holen“, sagt Hamburgs Trainer Torsten Jansen. „Der THW ist im Moment nicht gut drauf, aber das kann Sonntag in die eine oder andere Richtung gehen.“ Entweder setzt sich die Verunsicherung der Kieler Mannschaft fort, wofür ein guter Start des HSVH in die Partie und eine über 60 Minuten starke Leistung Voraussetzung ist, oder dem THW gelingt es, ein anderes Gesicht zu zeigen und nach der jüngsten Pokal-Heimpleite gegen Wetzlar mit einer Jetzt-erst-recht-Mentalität zurückzuschlagen.

Der HSVH ist auf alles gefasst. „Positiv gesehen, ist der THW vielleicht ein bisschen verunsichert“, sagt Kapitän Niklas Weller, „aber es kann genauso gut eine Trotzreaktion kommen – und die Trotzreaktion vom THW mussten schon viele Mannschaften spüren.“

Niklas Weller: Verunsicherung, aber auch Trotzreaktion möglich

Andererseits hat Kiel auch schon die Qualität der Hamburger zu spüren bekommen – in eigener Halle. Beim „Orlen star Cup“, der Generalprobe vor dem Saisonstart, konnte der HSVH die „Zebras“ über 2 x 20 Minuten besiegen. Kein Pflichtspiel, aber dennoch eine empfindliche Niederlage für die Gastgeber. „Wir haben gezeigt, dass wir, wenn alles gut läuft, den THW ärgern können“, so Weller. „Das wollen wir am Sonntag wieder tun.“

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