Johannes Bitter wird aus der Nationalmannschaft verabschiedet.
  • Johannes Bitter bekam nach 20 Jahren Nationalmannschaft seinen großen Abschied.
  • Foto: WITTERS

„Gänsehaut”: Emotionaler Bitter-Abschied in Hamburg

Nur wenige Tage nach dem enttäuschenden 23:30 wollten die deutschen Handballer gegen Weltmeister Dänemark in Hamburg ein anderes Gesicht zeigen. Doch erneut entpuppten sich die Skandinavier als zu schwerer Brocken. Mit 21:28 ging die DHB-Auswahl erneut chancenlos unter.

Die Mannschaft von Alfred Gislason begann vor 12.123 Fans in der Barclays Arena stürmisch. Die Wut im Bauch war deutlich zu spüren. Doch dann brachte ein 1:7-Lauf aus deutscher Sicht die Dänen ins Spiel und sorgte dafür, dass die Gäste bis zur Pausensirene die Kontrolle übernahmen. Mit 10:14 ging es in die Halbzeit.

Dänemark zu stark für Deutschland – Bitter nach Spiel verabschiedet

Nach der Pause versuchte das deutsche Team viel, aber an der aggressiven Abwehr der Dänen war kein Vorbeikommen. „Das hat uns das Genick gebrochen“, bilanzierte der Bundestrainer nach dem Spiel. „Wir haben nicht die Kaderbreite wie Dänemark. Wir sind weit weg davon.“ Auch ein guter Andreas Wolff (15 Paraden) und ein stark aufgelegter Juri Knorr mit neun Treffern konnten die Niederlage nicht verhindern.


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Der emotionale Höhepunkt des Tages fand nach dem Spiel statt. HSVH-Torwart Johannes Bitter wurde unter tosendem Applaus aus der Nationalmannschaft verabschiedet. „Es war eine wundervolle Zeit. Vielen Dank an alle Trainer und das DHB-Team“, sagte der 40-Jährige, für den auch Gegner Dänemark noch länger in der Halle blieb. „Vom ersten bis zum letzten Spiel habe ich Gänsehaut gehabt.“ Nach vier 175 Länderspielen, zwei Olympischen Spielen, vier WM- und vier EM-Teilnahmen ist für ihn Schluss. 

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Alfred Gislason, der Bitter in Magdeburg entdeckte, lobte den letzten aktiven Weltmeister von 2007. „Es ist schön zu sehen, was für ein Sportler und Charakter er geblieben ist.“ Ans Aufhören denkt „Jogi“ aber noch nicht. „Ich hoffe, dass ich noch ein paar Jahre in dieser wundervollen Halle spielen darf“, sagte er mit einem Augenzwinkern und hielt sich kurz. „Die lange Rede kommt in ein paar Jahren, wenn wirklich Schluss ist.“

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