Schwer zu stoppen: Wenn Andreas Nilsson zum Wurf abhebt, geht man als Gegner lieber aus dem Weg.
  • Schwer zu stoppen: Wenn Andreas Nilsson zum Wurf abhebt, geht man als Gegner lieber aus dem Weg.
  • Foto: WITTERS

Handball-EM: Ex-HSV-Star: Alkohol-Trip mitten im Turnier!

Nicht mit einer hochprozentigen Trefferquote, sondern einem hochprozentigen abendlichen Ausflug haben vier namhafte Spieler der schwedischen Nationalmannschaft bei der Handball-EM für Schlagzeilen gesorgt. Das durstige Quartett zeigt nach dem Alkohol-Ausflug Reue und hat sich öffentlich entschuldigt.

Am freien Tag nach dem Sieg der Schweden über Polen im letzten Vorrundenspiel am Dienstag hatten sich Jim Gottfridsson vom Deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt, Kim Eckdahl Du Rietz (Paris Saint-Germain früher Rhein-Neckar Löwen), Lukas Nilsson vom THW Kiel sowie Andreas Nilsson (Veszprem) abends eine Bar im Spielort Malmö besucht und sich dort einige Drinks genehmigt.

HSV Handball: Nilsson entwickelte sich zum Top-Spieler

Andreas Nilsson dürfte den Hamburger Handball-Fans noch gut bekannt sein. Der bullige und üppig tätowierte Kreisläufer mit der wilden Mähne spielte von 2012 bis 2014 für den HSV Handball in der Bundesliga und entwickelte sich zum Topspieler. 2016 wurde er zu Schwedens „Handballer des Jahres“ gekürt.

Laut der schwedischen Zeitung „Sportbladet“ hätten die Spieler vor den Augen der anderen Gäste völlig ungeniert Wein und Drinks geordert und genossen, aber nicht betrunken gewirkt. Um Mitternacht verließen sie die Bar.

Handball-EM: Reumütige Entschuldigung veröffentlicht

Dem Alkohol-Ausflug folgte zunächst ein Rapport bei der Teamleitung und die reumütige Entschuldigung in Form eines Statements auf der Homepage des schwedischen Verbandes.
„Wir übernehmen die volle Verantwortung für das, was wir getan haben“, wird Mannschaftskapitän Gottfridsson, der „ein bis zwei Gläser“ getrunken habe, zitiert. „Wir haben die Situation völlig falsch eingeschätzt. Wir entschuldigen uns beim gesamten Team, bei unseren Anhängern und bei all denen, die daran arbeiten, die EM zu einem so großartigen Turnier zu machen.“

Nur Enttäuschung, keine Sanktionen

Sanktionen durch den Verband gibt es nicht. Nationaltrainer Kristjan Andersson zeigte sich „enttäuscht“ ob des unprofessionellen Verhaltens seiner Stars. „Aber die Spieler haben sich entschuldigt, damit ist die Sache erledigt. Wir werden uns jetzt wieder auf den Sport konzentrieren.“

Allerdings stehen Gottfridsson, Du Rietz und die beiden Nilssons ab sofort unter besonderer Beobachtung und müssen auf dem Spielfeld mehr denn je abliefern.

Die Mannschaft von Schweden, Co-Ausrichter dieser EM, zählt zu den Medaillenkandidaten und will unbedingt die Endrunde in Stockholm erreichen. Die Spiele der Hauptrundengruppe II, für die sich Nilsson & Co. als Vorrunden-Zweiter hinter Slowenien qualifiziert haben, steigen in Malmö.

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp