• Ex-HSV-Star Domagoj Duvnjak (l.) wurde zum Spieler der Saison gekürt. Sein Coach Filip Jicha (r.) erhielt die Auszeichnung als bester Trainer. Zusammen holten sie den ersten Titel seit fünf Jahren für die Kieler.
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Handball-Corona-Party: Die total schräge „Geisterfeier“ des THW Kiel

Normalerweise hätte es große Jubelstürme von den Rängen gegeben, als die Spieler des THW Kiel die Meisterschale in die Höhe hielteh. Doch dieses Jahr ist dank Corona vieles anders als sonst. So auch bei der Meisterfeier der Handballer, die zu einer Geisterfeier wurde.

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Mit Sicherheitsabstand und Mundschutz feiert die Mannschaft des THW Kiels den Gewinn der Meisterschaft.

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In der leeren Kieler Sparkassen-Arena, in die sonst 10.285 Zuschauer passen, hat der THW am Donnerstag seine Meisterschale in Empfang genommen.

Es ist 44 Tage her, dass die „Zebras“ nach dem Abbruch des Spielbetriebs zum Meister gekürt wurde. Nun versammelte sich die Mannschaft in voller Montur, mit zusätzlichem Mund-Nasen-Schutz und Handschuhen, um den Lohn ihrer harten Arbeit einzuheimsen.

Der THW Kiel feiert mit Sicherheitsabstand

Mit Sicherheitsabstand nahmen die Spieler auf einem Podest Platz, in freudiger Erwartung der Meisterschale. Für Trainer Filip Jicha gab es gleich doppelten Grund zum Feiern.

Neben der Meisterschale, die eine Delegation des Vorjahresmeisters Flensburg am Vormittag den Kielern überreicht hatte, bekam er auch die Auszeichnung als bester Trainer zugesprochen – und das in seiner Premieren-Saison an der Seitenlinie.

„Ich freue mich, dass die Schale in Schleswig-Holstein bleibt“, sagte Daniel Günther (CDU). Dass der Ministerpräsident Schleswig-Holsteins „seit 35 Jahren THW-Fan ist und die Schale gerne an meinen Lieblingsverein übergibt“, verheimlichte er nicht.

THW-Geschäftsführer Szilagyi: „Es ist emotional nicht vergleichbar”

THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi sagt: „Es ist emotional nicht vergleichbar, aber dennoch ein schöner Tag für den Club.“ Sein Vorgänger, Liga-Präsident Uwe Schwenker, äußerte die Hoffnung, dass die Bundesliga in „absehbarer Zeit wieder vor Zuschauern spielen kann.

Für die Kieler ist die Meisterschaft der erste Titel seit fünf Jahren. Damit beenden Sie die „Regentschaft“ der SG Flensburg-Handewitt, die sich in den vergangenen zwei Jahren durchsetzen konnte. Der Nordrivale läuft auf Platz zwei hinter Kiel ein.

Spitzenspiel fiel wegen Corona-Abbruch aus

Durch den Saison-Abbruch, für den sich eine Mehrheit der 36 Klubs aus Erster und Zweiter Liga ausgesprochen hatten, kam es nicht mehr zum Rückspiel des Verfolgerduells. Das Hinspiel hatten die „Zebras“ mit 28:24 für sich entschieden. Der THW Kiel hatte zum Zeitpunkt des Abbruchs zwei Punkten Vorsprung, bei einem Spiel weniger gegenüber den Flensburgern. (mab/dpa)

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