Liga-Chef Patrick Esume (M.), Hamburgs Star-Spieler Kasim Edebali und der Fallschirmspringer, der den Spielball brachte
  • Liga-Chef Patrick Esume (M.), Hamburgs Star-Spieler Kasim Edebali und Fallschirmspringer Daniel Spoerli, der den Spielball brachte.
  • Foto: WITTERS

Start in Hamburg: Die großen Pläne der European Football League

Die neue Liga steht in den Startlöchern, die deutschen Football-Fans warten gespannt auf das anstehende erste Spieltags-Wochenende und die Macher haben große Erwartungen und noch größere Pläne. Hamburg spielt dabei eine zentrale Rolle. Über allem steht aber die Frage: Ist Deutschland bereit für das nächste Level des Football-Hypes?

Der Liga-Chef ist „on fire“, die Vorfreude groß. „Das wird ein ganz besonderes Wochenende“, verkündete Patrick Esume, Commissioner der European League of Football, kurz ELF, bei der Pressekonferenz auf dem Dach eines Bürogebäudes am Nobistor an der Reeperbahn, Hauptsitz der Liga.

Auftakt der Football-Saison am Wochenende: „Riesen-Kracher“ Hamburg Sea Devils gegen Frankfurt Galaxy

„Riesen-Kracher“ des ersten Spieltages ist laut Esume, auch „der Coach“ genannt, das Duell der Hamburg Sea Devils gegen Frankfurt Galaxy am Sonntag im Stadion Hoheluft (ab 14.45 Uhr, live bei ProSieben MAXX). Mindestens 650 Zuschauer sollen dabei sein. Die Sea Devils hoffen, dass die Stadt mehr als 1000 erlaubt.

Ex-NFL-Spieler Kasim „Vollmaschine“ Edebali (31), als gebürtiger Hamburger das Zugpferd der Sea Devils, kann es kaum erwarten, loszulegen. Er will mit seinem Team voll durchstarten: „Keiner spielt Football, um Zweiter zu werden!“

Premieren-Saison der ELF: Sechs deutsche Städte, Barcelona und Wroclav (Polen)

In der Premieren-Saison der ELF, die in sechs Monaten auf die Beine gestellt worden ist, treten acht Teams aus drei Ländern an. Neben den deutschen Vertretern Hamburg, Frankfurt, Berlin, Köln, Leipzig und Stuttgart sind auch Barcelona und Wroclaw (Polen) dabei. In der Saison 2022 soll das Feld auf zwölf bis 14 Teams aufgestockt werden. London stößt sicher dazu.

v.l. Zeljko Karajica (EFL Liga-Geschaeftsfuehrer), Patrick Esume (Commissioner), Alexander Roesner (Sportchef ran).
v.l. Zeljko Karajica (EFL Liga-Geschaeftsfuehrer), Patrick Esume (Commissioner), Alexander Roesner (Sportchef ran).

„In spätestens fünf Jahren wollen wir 24 Teams in zehn Ländern haben“, sagt Zeljko Karajica, CEO der Liga. Der Hamburger Medien-Unternehmer rechnet damit, dass die ELF zunächst ein Zuschussgeschäft sein wird, aber spätestens nach vier, fünf Jahren Gewinne abwerfen und dann auch wirtschaftlich ein Erfolgsprodukt wird.

Football: „More Than Sports“, ran.de und ProSieben Maxx übertragen die Partien

Ein Publikums-Magnet – in den Stadien und im TV – soll sie so schnell wie möglich sein. „Deutschland ist so weit“, glaubt „ran“-Sportchef Alexander Rösner (ProSieben Maxx und ran.de übertragen jede Woche die Topspiele). Die weiteren Partien werden vom neuen Free-TV-Sender „More Than Sports“ gezeigt.

Was die spielerische Qualität der ELF angeht, gibt es noch einige Fragezeichen, aber Esume sagt selbstbewusst: „Diese Liga wird vom Start die europäische Spitzenliga sein, nicht nur medial, auch sportlich.“

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Dass aller Anfang schwer ist, zeigte sich bei einer Show-Einlage. Der Fallschirmspringer, der den Spielball nach einem Sprung aus 1000 Metern Höhe zur Pressekonferenz bringen sollte, verfehlte das Hochhausdach und landete auf einem Bürgersteig der Reeperbahn. Knapp daneben ist auch vorbei. Die ELF, da sind sich die Macher einig, wird ein Volltreffer. Darüber entscheiden werden jedoch die Football-Fans.

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