• Felix Udoukhai kann Vincenzos Grifos (nicht im Bild) Tor nicht verhindern. 
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Grifo-Ärger über „Punkt, Punkt, Punkt-Tor“: Freiburg jetzt seit acht Spielen ohne Sieg

Christian Streich verschwand ganz schnell in den Katakomben. Der Cheftrainer des SC Freiburg hatte so sehr auf den Befreiungsschlag beim FC Augsburg gehofft, unterm Strich gab es aber nur ein 1:1 (0:0).

Die Streich-Mannen sind damit seit acht Spielen ohne Sieg. Die Freiburg-Spieler versammelten sich nach dem Abpfiff am Mittelkreis, wirkten etwas verloren und wussten nicht so recht, ob sie sich über den einen Zähler freuen oder über den verpassten Erfolg bei den Schwaben ärgern sollten.

Grifo ärgert sich über das „Punkt-Punkt-Punkt-Tor“

Vincenzo Grifo hatte die Freiburger mit seinem dritten Saisontor verdient in Führung gebracht (64.), doch Ruben Vargas gelang nach einem abgefälschten Schuss (80.) in der Schlussphase noch der Ausgleich.

„Nein“, beantwortete Grifo bei Sky die Frage, ob er mit dem einen Zähler zufrieden sei, „wir können mit dem Punkt nicht leben, weil wir ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht haben. Wir gehen in Führung und kriegen dann wieder so ein Punkt-Punkt-Punkt-Tor.“ Mit nur sieben Zählern steckt die Streich-Elf weiter im Tabellenkeller fest. 

FC Augsburg kann mit Punkt aus „zähem Spiel“ besser leben

Auch im Lager des FCA gab es schon fröhlichere Gesichter. „Es war ein zähes Spiel, beide Mannschaften haben sich mit ihrem guten Positionsspiel neutralisiert“, analysierte Augsburgs Geschäftsführer Stefan Reuter bei Sky. Der Punkt war zwar auch nicht der große Wurf für die Gastgeber, aber der FCA konnte besser damit leben.

Im Vorfeld hatte Streich ein „anderes Gesicht“ von seiner Mannschaft gefordert, in den drei Partien zuvor hatte sie zehn Gegentore kassiert. Im Vergleich zum schwachen 1:3 gegen den bis dahin sieglosen FSV Mainz 05 rotierte der SC-Trainer kräftig durch, veränderte seine Startelf auf vier Positionen. FCA-Trainer Heiko Herrlich musste nur den am Sprunggelenk verletzten Alfred Finnbogason durch Andre Hahn ersetzen.

Zwei Jubilare verpassen Augsburg Führung

In Augsburg setzten die Freiburger in der Anfangsphase die Vorgaben ihres Trainers konsequent um. Robuste Zweikämpfe und defensive Stabilität auf beiden Seiten prägten die erste Halbzeit. Keine Mannschaft ging zunächst das letzte Risiko ein, in der Nähe des Strafraums fehlte meist die zündende Idee oder die Genauigkeit bei den Pässen.

Die Freiburger verzeichneten ein leichtes Übergewicht, Strafraumszenen blieben aber Mangelware. Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die bis dahin harmlosen Augsburger deutlich mutiger. Ein Kopfball von Hahn, der wie Rani Khedira sein 100. Bundesligaspiel für den FCA absolvierte, ging aus knapper Abseitsposition haarscharf vorbei.

Grifo trifft, Vargas kontert

Auf der Gegenseite verstolperte Startelf-Debütant Ermedin Demirovic eine aussichtsreiche Konterchance für die Freiburger. Kurz darauf belohnten sich die Gäste mit der Führung. Nicolas Höfler in seinem 200. Pflichtspiel für den SC bediente Grifo nach einem starken Solo mit einer perfekten Flanke, dieser ließ aus kurzer Distanz Rafal Gikiewicz im Tor der Augsburger keine Chance.

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Der eingewechselte Michael Gregoritsch hatte mit einem abgefälschten Volleyschuss nach einem Eckball (75.) den Ausgleich für die Gastgeber auf dem Fuß. Dieser gelang kurz darauf Vargas, der mit einem abgefälschten Schuss durch Jonathan Schmid traf. Freiburgs Trainer Christian Streich meinte, dass die Leistung seines Teams „heute absolut in Ordnung“ war. „Aber jubeln brauchen wir nicht, wir haben ein weiteres Spiel nicht gewinnen können.“ (mp/sid)
 

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