• Köln befindet sich im freien Fall. In Freiburg setzte es eine herbe 0:5-Klatsche. Wie lange darf Trainer Ex-HSV-Trainer Markus Gisdol noch weitermachen?
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Gisdol in Köln, Hoeneß in Hoffenheim: Zwei Trainer wackeln! Das sagen ihre Bosse

Eins haben Köln-Trainer Markus Gisdol und Sebastian Hoeneß, Cheftrainer von Hoffenheim, gemeinsam. Sie beide gingen am vergangenem Spieltag mit ihren Vereinen unter. Während die Kraichgauer auf Schalke mit 0:4 verloren, setzte es für die Kölner eine 0:5-Klatsche in Freiburg. Jetzt stellt sich die Frage: Wie fest sitzen die Oberhäupter ihrer Mannschaften noch in ihrem Sattel?

Nach der Klatsche in Freiburg steht Gisdol beim 1. FC Köln offiziell nicht zur Disposition. „Markus wird am Samstag auf der Bank sitzen“, sagte Sportchef Horst Heldt am Sonntag.

Es deutet aber alles darauf hin, dass die Partie in Berlin kommendes Wochenende wortwörtlich ein Endspiel für den 51-jährigen Ex-HSV-Trainer sein könnte. Denn: Seit vier Spielen ist der „Effzeh“ in der Bundesliga sieg- und gleichzeitig torlos.

Köln Sportchef Heldt: „Markus Gisdol wird am Samstag auf der Bank sitzen“

Vor der nächsten Aufgabe gegen Hertha BSC haben die Kölner nur elf Punkte gesammelt und stecken damit im Abstiegskampf der Bundesliga. „Das ist nicht akzeptabel. So bleiben wir nicht in der Liga“, kritisierte Heldt den Auftritt im Breisgau.

Als eine Maßnahme schon vor dem Spiel in Freiburg sei entschieden worden, dass Frederik Sörensen, Christian Clemens und Robert Voloder künftig in der zweiten Mannschaft mittrainieren. Damit solle der Kader reduziert werden, damit besser und intensiver trainiert werden könne, sagte Heldt zur Begründung.

Sebastian Hoeneß vor dem Rauswurf in Hoffenheim?

Konsterniert und nervös stand derweil Sebastian Hoeneß nach der 0:4-Pleite der TSG Hoffenheim bei Schalke 04 vor den Kameras.

Sebastian Hoeneß vor dem Rauswurf bei Hoffenheim?

Schenkte dem FC Schalke 04 den ersten Sieg seit 30 Bundesligaspielen: Hoffenheim-Trainer Sebastian Hoeneß

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Tim Rehbein/RHR-FOTO/Pool

Es war die höchste Niederlage des personell gebeutelten Trainer-Neulings in der Bundesliga und die fünfte seiner Mannschaft in den vergangenen sechs Pflichtspielen. Sportchef Alexander Rosen versucht weiter, die Diskussion um Hoeneß zu ersticken, doch der 38-Jährige gerät immer mehr in Bedrängnis.

Hoeneß, so Rosen, stehe „ganz klar“ nicht zur Disposition und bleibe „definitiv“ im Amt. Viele Rückschläge kann sich der Neffe von Uli Hoeneß und Sohn von Dieter Hoeneß, genau wie Gisdol, aber auch nicht mehr leisten.

Hoffenheim-Sportchef Rosen mit Rückendeckung für Hoeneß

Zumal mit Bielefeld, Hertha BSC (auswärts) und dem 1. FC Köln nun nicht gerade drei Hochkaräter warten. Doch der Europa-League-Teilnehmer ist selbst ins untere Tabellendrittel abgerutscht und verhinderte, dass Schalke den Rekord von Tasmania Berlin von 31 sieglosen Spielen einstellte.

Während Rosen den Chefcoach vehement verteidigt, stellt sich die Frage, wie lange die Geduld von Mehrheitseigner Dietmar Hopp währt. „Es wurde gemutmaßt, dass die Geschäftsführung und ich hinter dem Trainer stehen, aber Dietmar Hopp nicht. Das ist völliger Blödsinn“, sagte Rosen. „Wir haben eine große Geschlossenheit in unseren Reihen. Wir gehen zusammen durch diese Situation.“

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Bei vielen Gemeinsamkeiten in Bezug auf die aktuelle Situation im jeweiligen Verein gibt es also auch einen großen Unterschied zwischen den beiden Cheftrainern.

Während Gisdol in Köln wohl vor seinem Endspiel steht, dürfte Hoeneß in Hoffenheim wohl noch etwas mehr Zeit bekommen. All zu viele Rückschläge darf sich der Hoffenheim-Trainer aber auch nicht mehr erlauben. (mp/nis/dpa)

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