Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg wehrt sich gegen frauenfeindliche Kritik im Fußball.
  • Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg wehrt sich gegen frauenfeindliche Kritik im Fußball.
  • Foto: picture alliance/dpa

„Geht gar nicht!“: Bundestrainerin kritisiert Gladbach-Coach – der entschuldigt sich

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat den verbalen Aussetzer von Gladbachs U23-Trainer Heiko Vogel kritisiert.

„Diese Aussage von ihm – selbst wenn sie aus der Emotion gekommen ist – geht einfach gar nicht, also sorry, das muss man schon mal sagen“, sagte Voss-Tecklenburg in der Radiosendung „Blaue Couch“, die am späten Montagabend im Bayerischen Rundfunk ausgestrahlt wurde.

Martina Voss-Tecklenburg kritisiert Heiko Vogel

Die 53-Jährige fügte an: „Dass das heute noch passiert, zeigt tatsächlich, wie wenig akzeptiert Frauen zum Teil in der männerdominierten Welt immer noch sind.“

Vogel hatte zwei Schiedsrichterinnen in einem Regionalliga-Spiel verbal attackiert und erhielt dafür eine Sperre, eine Geldstrafe sowie eine Auflage, dass er sechs Einheiten von Frauenmannschaften zu leiten habe.

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„Wir haben uns als Frauen die Frage gestellt: Für wen ist es eigentlich die größere Strafe?“, sagte Voss-Tecklenburg. Die Fußballfrauen der beiden Bundesligen hatten mit Bezug auf die Aussagen und das Urteil am Wochenende einen Offenen Brief an den DFB geschrieben und sich darüber beschwert.

Vogel bereut seine Äußerung

Mittlerweile bereut Vogel, seine diskriminierenden Äußerungen über Frauen im Fußball und bedauert zudem, dass sein angeblich eigener Vorschlag, Trainingseinheiten einer Mädchen- oder Frauenmannschaft zu übernehmen, als Strafe statt als Entschuldigung wahrgenommen wurde.

„Das war dumm, das war unsportlich, und es war diskriminierend. Meine Aussage ist absolut nicht zu rechtfertigen. Ich habe mich bei allen Beteiligten entschuldigt und möchte mich bei allen Fußball spielenden Frauen und Mädchen und bei allen Schiedsrichterinnen entschuldigen“, erklärte der 45-Jährige.

(dpa/pia)

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