x
x
x
Urs Fischer ist wütend
  • Trainer Urs Fischer hat weiter Rückendeckung bei Union Berlin.
  • Foto: imago/Jan Huebner

„Jetzt hat es begonnen“: Union-Coach Fischer spricht über seine Zukunft

Urs Fischer stapfte mit versteinerter Miene die Stufen hinab in Richtung Kabine, nach der zwölften Pleite in Folge hatte der Trainer von Union Berlin keine Lust auf den Gang in die Kurve. Dabei gab es von den treuen Fans auf der Waldseite auch nach dem bitteren 0:3 (0:2) gegen Eintracht Frankfurt und dem Absturz auf Rang 16 lautstarke Rückendeckung. Statt Pfiffen waren Gesänge zu hören – auch für Fischer.

Der Schweizer gab sich dann auch kämpferisch. „Es ist eine schwierige Situation. Aber wir haben gesagt, dass wir diesen schwierigen, steinigen Weg gemeinsam gehen wollen. Jetzt hat es begonnen“, sagte Fischer bei Sky. Auch die Mannschaft stellte sich hinter ihren Coach. „Der Trainer tut alles dafür, dass wir da raus kommen. Er gibt alles, er tut alles, er redet viel mit uns. Mehr kann er nicht machen“, sagte Kapitän Christopher Trimmel.

Druck auf Union–Berlin-Trainer Urs Fischer steigt

Trotz aller Rückendeckung steht aber auch fest, dass der Druck auf Klub und Coach steigt. Omar Marmoush (2./14.) mit seinen Saisontoren fünf und sechs sowie Nacho Ferri (82.) stürzten die schwer angeschlagenen Köpenicker tiefer in die Krise, das Dutzend Pflichtspiel-Niederlagen in Serie ist nun voll. Und die Aufgaben werden nicht leichter, am Mittwoch (18.45 Uhr/DAZN) droht bei der SSC Neapel das Champions-League-Aus.

Pünktlich zum Wochenende erhalten Sie von uns alle aktuellen News der Woche rund um den HSV kurz zusammengefasst – direkt per Mail in Ihr Postfach.

Mit meiner Anmeldung stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Trimmel beschäftigte sich aber erst einmal mit der Situation in der Liga – und redete Klartext. „Wir versuchen seit Wochen, den Abstiegskampf in die Mannschaft zu bekommen. Es ist schwierig, von Abstiegskampf zu sprechen, aber wir müssen es einfach“, sagte der langjährige Unioner.

Vor dem Spiel hatte Union-Präsident Dirk Zingler seinen Coach Fischer öffentlich gestärkt, was er kurz vor Anpfiff bei Sky wiederholte: „Da wären wir schlecht beraten, wenn wir einen der besten Trainer der Bundesliga nach Hause schicken.“ Als Fischer 30 Minuten vor der Partie zu seinem Interview erschien, feierten ihn auch die Union-Fans mit Sprechchören, die jener mit einem Lächeln beklatschte. „Das ist nicht selbstverständlich. Das sieht man, was für Fans wir haben. Aber jetzt müssen wir denen mal was zurückgeben“, sagte Trimmel.

Union erwischte Fehlstart gegen Eintracht Frankfurt

Denn den Solidaritätsbekundungen folgte ein verheerender Fehlstart. Noch bevor Union erstmals gefährlich werden konnte, bekamen die Berliner eine Freistoß-Flanke von Fares Chaibi nicht richtig geklärt. Im Getümmel traf Marmoush flach von der Strafraumgrenze. Fischer versuchte es im Vergleich zur 0:1-Niederlage im DFB-Pokal beim VfB Stuttgart wieder mit einer Dreierkette, Leonardo Bonucci, Robin Gosens und der zuletzt suspendierte David Fofana rückten in die Startelf.

Das könnte Sie auch interessieren: „Sehr auffällig“: Bundesliga-Torwart wittert Schiri-Verschwörung

Mit einem langen Ball von Frankfurts Tuta auf Hugo Larsson ließ sich die Union-Verteidigung aber leicht aushebeln und der Schwede legte von rechts nach innen auf Marmoush, der nur noch einschieben musste. Und offensiv? Der Dreiersturm aus Benedict Hollerbach, Sheraldo Becker und Fofana mühte sich seine Schnelligkeit auf den Platz zu bringen, außer einiger Flanken gab es jedoch kaum spielerische Lösungen.

Nach einem lauen Beginn der zweiten Hälfte brachte Fischer Nationalstürmer Kevin Behrens für Hollerbach, wodurch Union prompt zwingender wurde. Doch der Lohn blieb aus, stattdessen machte der acht Minuten zuvor eingewechselte Ferri alles klar. (mp/sid)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp