Frauenmannschaft des FC Bayern München
  • Konnten diese Saison bereits sechs von sieben Spielen gewinnen: Die Frauen des FC Bayern München
  • Foto: IMAGO/Eibner

„Zeichen der Gleichberechtigung“: Bayern-Frauen fliegen nach Katar

Noch am Wochenende protestierten die Bayern-Ultras im Spiel gegen den SC Freiburg gegen die Zusammenarbeit ihres Vereins mit Katar. Schon vor längerem hat die Vereinsführung das Wintertrainingslager der Männermannschaft, welches üblicherweise in Doha stattfindet, abgesagt. Die Frauen werden hingegen trotzdem nach Katar fliegen.

Der Terminkalender des Teams rund um Neuer, Lewandowski und Co. ist schlichtweg zu voll. Der letzte Spieltag der Hinrunde findet vom 17. bis 19. Dezember statt und am 7. Januar startet bereits die Rückrunde – nur knapp drei Wochen Pause also. Zu wenig Zeit, um das acht bis zehn Tage dauernde Trainingslager im Wüstenstaat abzuhalten. Ein Ersatz soll daheim stattfinden.

„Zeichen der Gleichberechtigung“: Hainer verteidigt Trainingslager der Bayern-Frauen in Doha

Schon im vergangenen Jahr flog die Münchner Mannschaft nicht nach Katar, damals machte ihnen das Coronavirus noch einen Strich durch die Rechnung.


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Anders bei den Bayern-Frauen. Ihre Pause vom 20. Dezember bis 4. Februar lässt genug Zeit, um in der Sonne Dohas zu trainieren. Vereinspräsident Heinrich Hainer rechtfertigte dies vor einiger Zeit gegenüber der „Bild“ und nahm Bezug auf das Signal der Gleichberechtigung. „Wir haben nicht nur das Trainingslager der Männer, sondern auch der Frauen in Doha absolviert, was schon ein Zeichen der Gleichstellung und Wertschätzung für Frauen und den Sport der Frauen insgesamt ist.“ Zwar räumt Hainer ein, damit könne ein politischer Kurs nicht ersetzt werden, die Kraft des Sports dürfe aber nicht unterschätzt werden.

Plakat-Protest und Antrag: Bayern-Fans protestieren gegen Katar-Kooperation

Die Frauenmannschaft des Rekordmeister rangiert aktuell auf dem ersten Tabellenplatz, dicht gefolgt vom VfL Wolfsburg. Das Trainingslager soll sie bestmöglich auf den Rest der Saison vorbereiten.

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Ob diese seit 2012 bestehende Tradition noch lange fortgesetzt wird? Neben ihres Plakat-Protests während der Partie reichten einige Fans kürzlich einen Antrag zur schnellstmöglichen Beendigung der Katar-Kooperation beim Verein ein. Gerade in Hinblick auf die Austragung der Weltmeisterschaft 2022 dürften diese Meldungen die Verantwortlichen in Katar alles andere als erfreuen.

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