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Ricardo Rodriguez gegen Sagiv Jehezkel
  • Bei der EM-Qualifikation lief Sagiv Jehezkel (r.) für die israelische Nationalmannschaft auf.
  • Foto: imago/Geisser

Umstrittene Aktionen in der türkischen Liga: Israel-Profis treten in den Streik

Die israelischen Nationalspieler Ramzi Safuri (28) und Sagiv Jehezkel (28) sind aus Protest am Samstag nicht für den türkischen Erstligisten Antalyaspor mit Trainer Nuri Sahin aufgelaufen. Der Grund: In der Süper Lig gibt es eine Schweigeminute und weitere Aktionen, um alleine der Palästinenser zu gedenken, die bei israelischen Luftangriffen ihr Leben verloren haben. Das hatte der türkische Verbandspräsident Mehmet Büyükeksi am Donnerstag auf einer Pressekonferenz mitgeteilt. Zudem sollen die Spieler mit Trauerflor auflaufen.

„Als Fußballer, die stolz darauf sind, Spieler der Nationalmannschaft zu sein, haben wir nicht die Absicht, an dieser Zeremonie teilzunehmen oder gar im Stadion anwesend zu sein. Das haben wir den Vereinsverantwortlichen klargemacht, und sie respektieren unsere Entscheidung“, teilten Safuri und Jehezkel laut türkischen und israelischen Medien in einer Erklärung mit. Der Klub bestätigte dies auf Anfrage. Nach Angaben von Antalyaspor werden die Spieler vor den Partien der Süper Lig ein Banner mit der Aufschrift zeigen: „Wir verurteilen die Unterdrückung in Gaza“.

Ramzi Safari und Sagiv Jehezkel wollen „Brücken bauen“

In ihrer Erklärung teilten die israelischen Spieler weiter mit: „Die schlechten Nachrichten aus dem Land haben das Fußballspielen für uns zu einer fast unmöglichen Aufgabe gemacht. Die Mannschaft respektiert unsere Entscheidung und unterstützt uns voll und ganz. Wir werden auch in Zukunft zu denjenigen gehören, die neue Brücken bauen werden. Unsere Herzen und Gedanken sind bei unseren Brüdern und Schwestern in Israel.“ Jehezkel und Safuri spielen seit September bei Antalyaspor unter dem früheren Bundesliga-Profi Sahin, zuvor waren sie nur bei israelischen Vereinen unter Vertrag. 

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Die islamistische Hamas war am 7. Oktober mit Hunderten Terroristen in israelische Grenzorte eingedrungen und hatte ein Massaker mit 1400 Todesopfern angerichtet. Gut 200 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Seitdem bombardiert Israel Hamas-Stellungen im dicht besiedelten Gazastreifen, wo bisher Tausende Palästinenser ums Leben kamen und Hunderttausende in den Süden geflüchtet sind. (aw/dpa)

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