Fußballfans verfolgen das Spiel Deutschland-England anlässlich der Uefa Fußball-Europmeisterschaft vor einer Bar
Fußballfans verfolgen das Spiel Deutschland-England anlässlich der Uefa Fußball-Europmeisterschaft vor einer Bar
  • Bei der EM 2021 schauten viele Fans draußen die Spiele. Public Viewing war ein Grund, der zu vielen Corona-Infektion geführt hat. (Symbolfoto)
  • Foto: imago/Seeliger

Studie zeigt: 840.000 Coronafälle wegen EM 2021

Die 2021 ausgetragene EM soll laut einer Studie verantwortlich für etwa 840.000 Coronafälle in zwölf der teilnehmenden Länder gewesen sein. Grund für die Infektionen seien jedoch nicht nur die teils vollen Stadien in den elf Gastgeber-Ländern, sondern vor allem Zusammenkünfte bei Public Viewings oder in Kneipen und Pubs gewesen.

In England, das bei dem Turnier bis ins Endspiel kam, soll die Anzahl der Ansteckungen besonders stark gestiegen sein. Der R-Wert habe sich dort an Spieltagen der Nationalmannschaft verdreifacht. In Schottland sei der Wert sogar um ein Vierfaches gestiegen.

Zu den Ansteckungen könnte auch der Rhythmus der Spiele beigetragen haben. „Nach vier Tagen sind viele Menschen – wenn sie sich beim vergangenen Spiel angesteckt haben – zwar noch asymptomatisch, aber schon infektiös“, sagte Physikerin Viola Priesemann, die an der Studie mitwirkte, laut tagesschau.de.

Deutschland war nicht stark betroffen

In Deutschland blieb ein drastischer Anstieg der Coronazahlen im Zusammenhang mit der EM aus. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank in der Zeit des Turniers bis Mitte Juli auf 7,1. Das bedeute laut Priesemann aber nicht, „dass bei der EM in Deutschland keine Infektionsketten losgetreten wurden”.


MOPO

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Die paneuropäische EM war 2020 aufgrund der Corona-Pandemie verlegt worden. Nachdem durch den Einsatz von Schnelltests und Impfstoffen erhebliche Fortschritte in der Pandemiebekämpfung gemacht wurden, wurde das Turnier 2021 nachgeholt. (sid/yj)

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