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Laura Dallmann und Martina Voss-Tecklenburg hatten ein inniges Vertrauensverhältnis zueinander.
  • Laura Dallmann (l.) und Martina Voss-Tecklenburg hatten ein inniges Vertrauensverhältnis. Nun trennen sich die Wege der beiden.
  • Foto: imago/Karina Hessland

Team nach Aus für Trainerin erleichtert – Hrubesch über Analyse: „Nicht mein Bier“

Die deutschen Nationalspielerinnen sind erleichtert, dass mit der Vertragsauflösung von Martina Voss-Tecklenburg das Dauerthema beim DFB beendet ist. Der Deutsche Fußball-Bund hatte am Samstag mitgeteilt, dass der bis zum Sommer 2025 laufende Vertrag von der Bundestrainerin mit sofortiger Wirkung aufgelöst wurde.

Nach dem frühen WM-Aus der DFB-Damen hatte es herbe Kritik an Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg gegeben, die nicht mal eben so an der 55-Jährigen vorbeigegangen ist. Es folgten ein lange Krankschreibung und ein Erholungsurlaub. „Für mich ist das Wichtigste, dass es ihr wieder gut geht, dass sie sich erholt. Es war der richtige Schritt, dass sie sich um ihre Gesundheit kümmert“, nahm Linda Dallmann vom FC Bayern München nach dem 2:1 im Bundesliga-Topspiel gegen den VfL Wolfsburg die Ex-Nationaltrainerin in Schutz.

Dallmann stellt sich hinter Voss-Tecklenburg – Huth lobt DFB-Entscheidung

Die Mittelfeldspielerin wurde von Voss-Tecklenburg nach eigenen Angaben schon als Zehnjährige in der Niederrheinauswahl betreut. Beide kennen sich daher sehr gut. „Dieses ganze Hin und Her war ein Thema, das uns als Team ein Stück weit belastet hat“, weil immer wieder Diskussionen aufgekommen seien „und wir als Team natürlich klare Entscheidungen haben wollen, auch mit Blick auf Olympia“, gab Dallmann zu.

Unterstützung für Dallmanns Ansicht gab es von der Wolfsburgerin Svenja Huth. „Für uns Spielerinnen war es wichtig, dass zeitnah eine Entscheidung getroffen wurde.“ Genauso ordnet auch Klara Bühl vom FC Bayern die Situation ein. „Für uns war es wichtig, dass eine Entscheidung fällt. Wir können jetzt nach vorne schauen. Mit Horst (Hrubesch) haben wir einen super Übergangstrainer.“

Ehemann gibt Bericht zu Voss-Tecklenburg – DFB-Trennung war schwierig

Einen genauen Bericht über den Gesundheitszustand der ehemaligen Bundestrainerin gibt es noch nicht. Ehemann Hermann Tecklenburg gab in der „Bild“ aber erstmals eine Zwischenmeldung ab. „Ich denke, Martina wird jetzt auch erst einmal zur Ruhe kommen wollen“, sagt der 75-Jährige.

Schön ist so eine Trennung nie. „Sie geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge”, formuliert es Tecklenburg. Einerseits habe seine Lebensgefährtin schon immer Bundestrainerin sein wollen, „auf der anderen Seite ist sie froh, dass das Problem gelöst wurde. Ein Ballast ist von ihr abgefallen“.

Horst Hrubesch ersetzt Voss-Tecklenburg – Noch keine Gespräche mit dem DFB

Die Hängepartie um die Anfang September krank gemeldete 55-Jährige Voss-Tecklenburg hatte in den vergangenen Wochen für viel Unruhe im Umfeld des Nationalteams gesorgt. Horst Hrubesch wurde vom DFB in Absprache mit dem HSV vor den beiden Spielen gegen Wales (5:1) und in Island (2:0) als Interimscoach eingesetzt.

„Jetzt werden wir sehen, was Dänemark und Wales noch bringen. Entscheidend für mich war, dass es abgeschlossen war. Die Analyse ist ja nicht mein Bier gewesen“, sagte Hrubesch mit Blick auf die anstehenden Partien der deutschen Fußballerinnen und die Aufarbeitung des WM-Debakels von Australien.

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Auf die Frage, ob man den Begriff „Interim“ beim Trainer nun streichen könne, blieb Hrubesch nur wage. „Man kann alles streichen.“ Er betonte, dass er mit dem DFB über die Zeit nach den Nations-League-Spielen, in denen es um die Olympia-Qualifikation für Paris 2024 geht, „überhaupt noch nicht gesprochen“ habe. „Für mich ging’s darum, mit den Mädels diesen Traum zu erfüllen“, begründet er erneut seine Entscheidung, wieder ins Trainergeschäft zurückzukehren. (dpa/mp)

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