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Altona-Spieler Bujar Sejdija blickt enttäuscht über das Spielfeld
  • Altona 93 um Bujar Sejdija reiste mit einer Niederlage aus Bremen ab.
  • Foto: IMAGO/Niklas Heiden

Slapstick-Gegentor: Aufstiegs-Rückschlag für Altona 93 – aber es gibt Hoffnung

Es ist nicht nur so, dass es keine einzige Mannschaft aus der Bremen-Liga in der abgelaufenen Saison schaffte, dem SV Werder Bremen auch nur einen Punkt abzuringen. Zudem gelang es keinem Oberligist von der Weser, maximal ein Gegentor gegen Werders Zweitvertretung zu kassieren. Hamburgs Meister Altona 93 hat dieses „Kunststück“ am Sonntag fertig gebracht – wegen eines Slapstick-Tores aber dennoch mit 0:1 verloren. Der AFC steht in der Aufstiegsrunde damit nun bereits unter Druck, am Mittwochabend könnte der K.o. folgen.

„Zwei Endspiele“ hatte Altonas Meistertrainer Andreas Bergmann unter der Woche in der MOPO ausgerufen. Im ersten war der AFC nun am Sonntag auf unglückliche Art und Weise unterlegen. Vor den Augen von Frank Baumann, Clemens Fritz, Arnd Zeigler und Ex-HSV-Boss Jens Todt kam Werders Tormaschine Maik Lukowicz (50 Saisontore) zwar kaum zur Geltung, Altona brachte sich aber auch selbst um den Lohn für einen sehr ordentlichen Auftritt.

Altona verliert erstes Spiel in Aufstiegsrunde bei Werder II

Verteidiger Abdul Saibou schoss bei einem Klärungsversuch im Strafraum Bremens Ricardo-Felipe Schwarz an – und von dessen Körper segelte der Ball ins Altonaer Gehäuse (23.). Werders Führung zur Pause war zwar verdient, kam aber höchst glücklich zustande. Auf Platz 11, unweit des Weserstadions und vor 2400 Zuschauern, hatte ein sehr tief stehendes Altona in der ersten Hälfte große Mühe, dem intensiven Pressing der Gastgeber standzuhalten.

Im zweiten Durchgang aber änderte sich das Bild: Wie ursprünglich von Trainer Bergmann gefordert, agierte der AFC mit dem Ball mutiger und in den Zweikämpfen aggressiver. Veli Sulejmani vergab die erste gute Chance (58.) und Altona blieb am Drücker, bis Werder II in der Schlussphase die Kontrolle zurückgewann. Die Hamburger hatten Glück, per Kopf nicht das 0:2 zu kassieren (79.), aus dem Gefühl heraus glichen sie kurz vor Schluss dann plötzlich beinahe noch aus – aber nur beinahe. Es blieb beim Bremer Heimsieg, der unterm Strich in Ordnung ging.

Gegen den SV Todesfelde darf der AFC jetzt nicht verlieren

„Altona hat das gut gemacht, hat sich gut reingekämpft“, lobte Werder-Kapitän Cimo Röcker nach dem Spiel bei „buten un binnen“. Werder-Coach Christian Brand ergänzte: „Es war so, wie wir es erwartet haben: Wir mussten leiden, aber die Jungs waren super und haben alles rausgehauen.“ Genauso wie Altona, das nun aber schon fast zum Siegen verdammt ist. Im zweiten von drei Aufstiegsspielen trifft der AFC am Mittwoch (19.30 Uhr) zu Hause auf Schleswig Holsteins Fünftliga-Meister SV Todesfelde und darf nicht verlieren, sonst stünde der Nichtaufstieg fest.

Weil zwei der drei Teams in die Regionalliga Nord aufsteigen und Todesfelde am kommenden Sonntag (15 Uhr) ebenfalls noch gegen die scheinbar unbesiegbaren Werderaner (30 Siege aus 30 Ligaspielen) antreten muss, ist aber noch alles drin für Altona 93, das sich ohnehin vom Druck befreien möchte.

„Wenn Altona jetzt gewinnt und Todesfelde dann am letzten Spieltag zu Hause alles raushauen muss“, weiß nicht nur Bremen-Spieler Röcker, „dann kann das noch mal richtig ungemütlich werden.“ Altona hat es in der Hand. Am Mittwochabend. Im zweiten Endspiel.

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