Fan-Eklat mit Salih Ucan
  • Ein Fan tritt Salih Ucan nach der 2:3-Niederlage von Ankaragücü gegen Besiktas Istanbul.
  • Foto: Twitter/6PAS23

Skandal in der Türkei: Fan läuft auf Platz und tritt Besiktas-Star um

Skandalöse Szenen in der Süper Lig in der Türkei! Bei der Partie zwischen Aufsteiger MKE Ankaragücü und Tabellenführer Besiktas Istanbul am Sonntag rannte plötzlich ein Zuschauer aufs Spielfeld – und trat gewalttätig einen Spieler von Besiktas um. Die Szene endete im völligen Chaos.

Schon während des Spiels in Istanbul sorgten zahlreiche Fouls, Rudelbildungen und Unterbrechungen für viel Unruhe und eine aufgeheizte Atmosphäre in den beiden Fan-Lagern, die ohnehin seit Jahren rivalisiert sind. Was aber nach dem Schlusspfiff passieren sollte, übertraf die sonst mehr oder weniger üblichen Mätzchen auf dem Spielfeld noch einmal deutlich.

Skandal in der Türkei: Fan tritt Spieler von Besiktas Istanbul um

Als sich die Spieler im Mittelkreis zu einer weiteren Diskussion mit dem Schiedsrichter versammelt hatten, übersprang ein Fan eine Absperrung und verschaffte sich auf diese Weise hinter dem Tor Zugang zum Platz. Er setzte zum Sprint bis in den Mittelkreis an und trat dort aus vollem Lauf Besiktas-Profi Salih Uçan um.


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Bei der üblen Aktion erwischte der Unbekannte auch Angreifer Cenk Tosun. Zu viel für die Mitspieler von Besiktas, die sich den Übeltäter vornahmen. Allen voran Josef de Souza, der den Mann körperlich attackierte und grob zu Boden warf – und dafür die Rote Karte sah.

Besiktas Istanbul: Salih Ucan bei Fan-Eklat verletzt

„Das ist nicht normal und falsch“, wird der Ex-Wolfsburger Wout Weghorst, der im Januar zum FC Burnley wechselte und inzwischen auf Leih-Basis in Istanbul spielt, von „Spox“ zitiert. „Ich mag die Emotionen der türkischen Menschen und das Land sehr, aber damit sich die Liga entwickelt, muss das hier heute bestraft werden. Josef hat die Rote Karte gesehen, weil er seinem Teamkameraden beschützen wollte. Ich hoffe nicht, dass er gesperrt wird.“

Auch der attackierte Uçan äußerte sich im Nachgang völlig empört über den Zwischenfall. „Das ist alles hinter meinem Rücken passiert. Ich glaube, er wollte in meine Richtung. Hätte Cenk Tosun nicht einen Schritt gemacht, hätte ich das komplett abbekommen und mich schwer verletzt. Dass Josef die Rote Karte sieht, verstehe ich nicht. Was soll er machen? Soll er sagen: ‚Alles klar, komm‘, tritt ruhig zu‘?“

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Faruk Koca, Präsident des Aufsteigers Ankaragücü, wies die Schuld bei seiner Entschuldigung für den Vorfall klar dem Schiedsrichter zu, der einen „übertriebenen Elfmeter“ gegeben habe. Gemeint ist der Strafstoß zum entscheidenden 3:2 für Istanbul, durch das Besiktas nun auf Platz eins der Tabelle steht – während Ankaragücü auf den letzten Rang abgerutscht ist.

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