• Wie viele DFB-Pokal-Spiele gibt es in Zukunft im Free-TV zu sehen?
  • Foto: imago/Picture Point LE

Schreckensszenario für Fans: Bald kaum noch DFB-Pokal-Spiele im Free-TV?

Wenn es gut läuft für die Fußballfans, können sie vom kommenden Jahr an so viele Spiele des DFB-Pokals kostenfrei im TV sehen wie noch nie. Wenn es jedoch schlecht läuft, werden es nur noch vier Live-Übertragungen im frei empfangbaren Fernsehen sein. Grund für die drohende Reduzierung im Free-TV um rund 70 Prozent ist eine ausgefeilte Ausschreibung  der DFB GmbH mit dem neuen Geschäftsführer Holger Blask.

„Grundsätzlich haben wir die Pakete so optimiert, dass sie für eine möglichst große Anzahl potenzieller Medienunternehmen attraktiv sind“, sagte Blask. „Das Topspiel-Paket haben wir in zwei gleichstarke Pakete aufgeteilt und beide Pakete sowohl für Free-TV- als auch für Pay-TV-Anbieter geöffnet.“

DFB-Pokal: Bald kaum noch Spiele bei ARD und ZDF im Free-TV?

Die komplexe Ausschreibung lässt es also zu, dass – anders als zuletzt – auch Bezahl-Anbieter wie Sky, DAZN, Telekom oder Amazon die Free-TV-Sender beim Rechtepoker überbieten. Im Extremfall gäbe es dann nur noch genau vier Spiele im frei empfangbaren Fernsehen!

Das wären „die Halbfinalspiele und das Endspiel um den Vereinspokal des Deutschen Fußball-Bundes“, wie es im Medienstaatsvertrag heißt, die frei empfangbar gezeigt werden müssen. Dazu käme laut Blask noch ein Spiel der ersten Runde. Mehr aber auch nicht.

Sky, DAZN, Telekom & Co. dürfen um DFB-Pokal-Rechte mitbieten

Das wäre eine deutliche Einschränkung zur derzeit gültigen Regelung, die ein letztes Mal noch in der kommenden Saison gilt: Aktuell zeigt die öffentlich-rechtliche ARD neun Spiele, der Spartensender Sport1 vier.

Das könnte Sie auch interessieren:  Deal mit Telekom: Alle EM-Spiele 2024 nun doch im Free-TV!

Sollten sich hingegen Free-TV-Sender für die beiden Pakete entscheiden, gäbe es Grund zur Freude für die Fans: Dann würden 15 Live-Übertragungen pro Saison ohne Extrakosten zu sehen sein. Es könnten – in einem unwahrscheinlichen Fall – sogar noch mehr werden: maximal 22 pro Saison.

Blask, der zuletzt bei der DFL arbeitete und dabei auch für die Bundesliga-Ausschreibung zuständig war, hat zudem den Pokal-Spielplan neu gestaltet. Dadurch gibt es weniger parallele Spiele und mehr TV-Sendetermine. Das gilt vor allem für das Viertelfinale. „Die Entzerrung auf vier Begegnungen an vier verschiedenen Tagen um 20.45 Uhr erhöht den Stellenwert der Pokal-Viertelfinals“ erklärte Blask. Das bringe eine „bessere TV-Präsenz, da alle Spiele zur Prime Time gespielt werden können“. (mp/dpa)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp