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Anthony Rouault sitzt am Boden und wird am Kiefer behandelt.
  • Es ist der nächste bittere Ausfall: Anthony Rouault brach sich im letzten Spiel den Kiefer.
  • Foto: imago/Jan Huebner

Schock für die Überflieger: Stuttgart-Star bricht sich den Unterkiefer

Der VfB Stuttgart muss den nächsten Ausfall in der Innenverteidigung beklagen und vorerst auf Anthony Rouault verzichten. Wie die Schwaben am Samstag bekannt gaben, hat sich der Franzose am Freitagabend im Spiel gegen Union Berlin (2:0) einen Bruch des Unterkiefers zugezogen. Rouault müsse operiert werden und werde dem VfB „vier bis sechs Wochen fehlen“, teilte der Verein mit. Eine bittere Nachricht nach ihrem Sieg, mit dem sie die Vertragsverlängerung ihres Erfolgstrainers Sebastian Hoeneß gebührend gefeiert hatten.

Der 22-jährige Innenverteidiger Rouault war gegen Union nach einem Zusammenprall in der ersten Hälfte behandelt worden und musste in der Halbzeit ausgewechselt werden. In Dan-Axel Zagadou fällt beim VfB bereits ein Innenverteidiger bis zum Ende der Saison aus.

Hoeneß verlängerte seinen Vertrag bis 2027

Die guten Neuigkeiten: Mit diesem Spieltag macht der VfB Stuttgart einen weiteren Schritt Richtung Champions League. Die Schwaben bauten ihren Vorsprung auf den fünften Tabellenplatz vorerst auf zehn Punkte aus. Außerdem wurde am Morgen die Vertragsverlängerung ihres Trainers bekannt.

Hoeneß, der den VfB von einem Abstiegskandidaten zum Champions-League-Aspiranten geformt hatte und wohl auch beim FC Bayern auf der Liste stand, hatte seinen Vertrag vorzeitig bis 2027 verlängert. „Ich habe das Gefühl, dass wir hier etwas entwickeln können“, sagte der 41-Jährige vor dem Anpfiff bei DAZN.

Zum Spiel sagte er bei DAZN: „Ich glaube, es war ein verdienter Sieg“ und bremste dennoch ein wenig die Euphorie: „Wir haben auch ein bisschen was zugelassen. Es war ein verdienter Sieg, aber nicht alles Gold, was glänzt.“

Stuttgarter entgingen einem Fehlstart nur knapp

Topstürmer Serhou Guirassy (19.) und Chris Führich (65.) trafen zum sechsten Sieg in den vergangenen sieben Ligaspielen für den VfB, der immer mehr für die Königsklasse planen kann. Union zeigte bei der Überraschungsmannschaft der Saison eine durchaus gute Leistung, schwächte sich aber spätestens mit einer Roten Karte für Andras Schäfer (69.) selbst.

Hoeneß‘ Mannschaft entging dann aber nur knapp einem Fehlstart. Schon in der dritten Minute tauchte Yorbe Vertessen nach einem langen Ball frei vor Alexander Nübel auf, schoss aber links vorbei. Der VfB, bei dem Kapitän Waldemar Anton und Deniz Undav zunächst nur auf der Bank saßen, erholte sich jedoch schnell von dem Schock und übernahm die Spielkontrolle.

Guirassy und Führich treffen für den VfB

Besonders über die linke Seite kamen die Stuttgarter immer wieder gefährlich an den Berliner Strafraum, Union fehlte in den wenigen Entlastungsangriffen dagegen die Präzision. Während Schäfer (16.) auch die zweite Chance der Gäste vergab, blieb Guirassy auf der Gegenseite nach schöner Vorarbeit von Atakan Karazor eiskalt.

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Mit ihrer Ballsicherheit und einem aggressiven Gegenpressing konnten die Hausherren nun geduldig nach einer Lücke in der Berliner Defensive suchen, doch auch Union setzte über Konter weiter Nadelstiche. Lucas Tousart (42.) und allen voran Josha Vagnoman (45.+1) auf Seiten des VfB verpassten weitere Treffer.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste – mit einer Chance für Union. Erneut war es Tousart (48.), der nach einer Ecke an Nübel scheiterte. Stuttgart blieb unterdessen zwar spielbestimmend, kam aber selbst zu selten zu gefährlichen Situationen. Passend also, dass eine Einzelleistung zum Erfolg führte.

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Einen Klärungsversuch der Unioner nahm Führich erst stark an, ging dann ein paar Schritte und schlenzte den Ball traumhaft ins Tor. Spätestens mit dem Platzverweis von Schäfer wegen groben Foulspiels war das Spiel entschieden. (lg/sid)

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