Roger Assalé holt Elfmeter für Werder Bremen raus
  • Die Szene des Spiels: Roger Assalé fällt im Strafraum, es gibt Elfmeter für Werder. Der Angreifer wurde deshalb im Nachgang rassistisch angefeindet.
  • Foto: imago/MIS

Rassismus-Eklat nach Werder-Elfmeter – Trainer-Favorit scheint klar

Den der Impfpassfälschung verdächtigen Trainer Markus Anfang verloren und nur mit ganz viel Glück gegen Schalke 04 einen Punkt gerettet: Bei Werder Bremen herrscht gerade viel Wirbel. Nach dem 1:1 am Samstagabend mussten sich die Bremer auch noch mit Rassismus-Ärger auseinandersetzen – haben dafür aber offenbar schon einen ganz heißen Wunschkandidaten für den Trainerposten im Visier.

Der rustikale Auftritt beim glücklichen Remis im Duell der Bundesliga-Absteiger gegen Schalke verdeutlichte nur: Der neue Coach hat eine Menge Arbeit vor sich. Und ganz oben auf der Kandidatenliste steht in der Führungsetage offenbar der Name von Ole Werner. Der 33-Jährige kennt das Unterhaus und verpasste in der vergangenen Saison mit Holstein Kiel den Bundesliga-Aufstieg nur knapp in der Relegation. Mitte September räumte er nach einem missglückten Saisonstart an der Förde von sich aus seinen Posten.

Werder Bremen: Ole Werner könnte neuer Trainer werden

„Wir gehen jetzt alle Listen und Bewertungen noch einmal durch“, kündigte Sport-Geschäftsführer Frank Baumann an. Denn schon im vergangenen Sommer war an der Weser intensiv nach einem Nachfolger für Florian Kohfeldt gefahndet worden. Seinerzeit entschied man sich für Anfang – und gegen andere Fußball-Lehrer wie Ex-HSV-Coach Daniel Thioune oder Werder-Urgestein Torsten Frings, die nun, wie auch Favorit Werner, möglicherweise im zweiten Anlauf zum Zuge kommen könnten.


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Klar ist: Co-Trainer Danijel Zenkovic, der die Grün-Weißen gegen Schalke betreute, ist nicht mehr als eine Interimslösung. Möglichst schon bis zum kommenden Wochenende soll die Entscheidung über den neuen Coach fallen. Am Samstag (20.30 Uhr) geht es für den einstigen Europapokalsieger ausgerechnet gegen Werners Ex-Klub aus Kiel.

Bremen – Schalke: Roger Assalé nach Elfmeter rassistisch beleidigt

Dass die tabellarische Situation für den neuen Übungsleiter so aussieht, dass eine sofortige Bundesliga-Rückkehr zumindest noch machbar erscheint, haben die Bremer ein wenig auch Schiedsrichter Tobias Stieler zu verdanken. Nach Intervention aus dem Kölner Videokeller erkannte der Hamburger Unparteiische in der Nachspielzeit einen sehr fragwürdigen Foulelfmeter zu (Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis: „Eine absolute Frechheit, wie ich sie noch nie erlebt habe“), den Niclas Füllkrug zum Endstand verwandelte.

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Angreifer Roger Assalé, der mit seinem Fallen gegen den Schalker Henning Matriciani den fragwürdigen Strafstoß herausgeholt hatte, wurde nach dem Schlusspfiff von wütenden Anhängern aus Gelsenkirchen verbal attackiert. Im Netz gab es teils massive rassistische Beleidigungen und Beschimpfungen gegen den Ivorer.

Die Bremer teilten unmissverständlich mit, diese Verunglimpfungen klar zu verurteilen. „Der SV Werder steht zu 100% hinter seinem Spieler, verurteilt die unwürdigen Kommentare aufs Schärfste und behält sich weitere Schritte vor“, schrieb der Verein bei Twitter. „Werder Bremen steht für eine vielfältige und tolerante Gesellschaft in der Hass und Ausgrenzung keinen Platz haben!“ (mp/sid/dpa)

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