Thibaut Courtois
  • Thibaut Courtois kritisiert die UEFA
  • Foto: imago/ZUMA Press

„Keine Roboter!“ Real-Torwart rechnet live im TV mit geldgieriger UEFA ab

Die Nations League gehört definitiv nicht zu den beliebtesten Wettbewerben im internationalen Fußball. Der Wettbewerb sei kaum prestigeträchtig, einzig für den Geldbeutel der UEFA attraktiv und für die Spieler eine unnötige Zusatzbelastung, so der Vorwurf. Dass die belgische Nationalmannschaft im seit 2018 existierenden Wettbewerb nun auch noch ein Spiel um Platz drei bestreiten musste, wühlte vor allem Torwart Thibaut Courtois (29) merklich auf. Der Schlussmann holte zu einem Rundumschlag gegen die UEFA aus.

Es sei „nur ein Spiel fürs Geld“ gewesen, so ehrlich müsse man sein, sagte Belgiens Nationaltorwart Thibaut Courtois in einem TV-Interview über das Spiel um Platz drei in der Nations League, um anschließend seinem Ärger über die Entwicklungen bezüglich der Masse an Pflichtspielen und Wettbewerben im Fußball Luft zu machen.

Der Real-Schlussmann wirft der UEFA vor allem vor, nur aus Eigeninteresse zu handeln, den Schutz der Spieler dabei aber zu vernachlässigen: „Wir spielen es nur, weil es für die UEFA zusätzliches Geld bedeutet. Sie können sich darüber aufregen, dass andere Teams eine Super League wollen, aber die Spieler sind ihnen egal. Sie interessieren sich nur für ihre Taschen.“ Er befinde es als „schlimme Sache, dass nicht über die Spieler gesprochen wird.“

Courtois: „Sind keine Roboter“

Setzt der europäische Dachverband diesen Trend fort, befürchtet Courtois gesundheitliche Folgen für die Akteure: „Wir sind keine Roboter! Es gibt immer mehr Spiele und immer weniger Ruhe für uns, und niemand kümmert sich um uns. Nächstes Jahr haben wir im November eine Weltmeisterschaft, wir müssen wieder bis Ende Juni spielen. Wir werden uns verletzen! Niemand kümmert sich mehr um die Spieler.“ Vor dem Spiel gegen Italien wurden bereits die Ausfälle der Topstars Romelu Lukaku (28) und Eden Hazard (30) aufgrund von Muskelverletzungen bekannt


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Die jüngste Diskussion um eine Austragung der Weltmeisterschaft alle zwei statt alle vier Jahre, die in der Öffentlichkeit für eine Menge Aufsehen gesorgt hat, ist für Courtois der Gipfel: „Jetzt hört man jedes Jahr von einer Europameisterschaft und einer Weltmeisterschaft, wann werden wir mal eine Pause haben? Nie.“

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Seinen Entschluss, die Stimme gegen die Negativ-Entwicklungen zu erheben, begründete der Zwei-Meter-Mann so: „Wenn wir nie etwas sagen, wird es immer dasselbe sein.“ Ob sich die Verbände die Kritik zu Herzen nehmen, bleibt abzuwarten. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit lassen diesbezüglich aber nicht allzu viel Hoffnung aufkommen.

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