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Timo Werner
  • Timo Werner erziehlte beim Sieg gegen Israel den 2:0-Endstand.
  • Foto: imago/Sven Simon

Nach Tor im Länderspiel: Werner mit Seitenhieb gegen Tuchel

Das Chelsea-Duo Timo Werner und Kai Havertz hat dem DFB-Team einen gelungenen Start ins WM-Jahr beschert. In der Turnier-Elf ist wohl nur für einen Platz.

Timo Werner erfüllte den Autogrammwunsch der kleinen Fans auf dem Weg in die Kabine gern. Der Stürmer schien es zu genießen, endlich wieder gefragt zu sein – neben, vor allem aber auf dem Platz. Ganz anders als beim FC Chelsea, und das brachte Werner mit einem kleinen Seitenhieb auf Thomas Tuchel auch klar zum Ausdruck.

Timo Werner hat in der Premier League erst ein Saisontor erzielt

Spielt er lieber in der Nationalelf als für die Blues? Werner lachte und überlegte einige Sekunden, dann sagte er: „Ich spiele sehr gerne Fußball – egal wo. Trotzdem gibt es Unterschiede in der Spielweise, vielleicht passt das Spiel hier ein bisschen mehr zu mir.“

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Unter Hansi Flick habe er als echte Sturmspitze „in jedem Spiel meine Torchancen und kann dadurch meine Tore schießen, deswegen fühle ich mich hier sehr wohl“. In London nicht. Dort zieht ihm Tuchel seit längerer Zeit Kai Havertz vor, Werner hat in dieser Saison erst ein einziges Tor in der Premier League erzielt – im Oktober. „Bei Chelsea läuft es gerade nicht so, wie ich es mir wünsche“, gab Werner zu, „umso schöner ist es, wenn ich hier herkomme, das Vertrauen des Trainers bekomme, spielen darf und treffe.“

Bierhoff mit Sonderlob für Kai Havertz

Das tat er beim sechsten Einsatz unter Flick zum sechsten Mal (45.+1), auch wenn beim 2:0 (2:0) gegen Israel längst nicht alles klappte. Flick führte das auf mangelnde Praxis und eine langwierige Corona-Erkrankung zurück und betonte: „Wir wollen ihn unterstützen, weil er enorme Qualitäten hat.“ Welche? „In der letzten Linie ist er mit seiner Schnelligkeit wichtig für uns, er reißt viele Lücken“, analysierte Flick. Dass der 26-Jährige nicht noch häufiger zum Abschluss gekommen war, habe auch an den Mitspielern gelegen: „Wir müssen ihn noch mehr suchen.“

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Verantwortlich dafür war in erster Linie Havertz, den Flick als Zehner aufbot. Auch der Tuchel-Liebling traf (36.) und warb mit viel Torgefahr für eine noch offensivere Rolle wie im Verein. „Er kann natürlich vorne spielen und durch seine Agilität für Unruhe sorgen“, sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff bei Bild live, „es ist unglaublich, wie er sich weiterentwickelt hat.“


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In der WM-Startelf ist wohl nur Platz für einen der beiden Chelsea-Profis, zumal Thomas Müller auf der Zehn ebenso gesetzt scheint wie die Außen Leroy Sané/Serge Gnabry. Havertz (22) hat die Nase vorn, darauf deutet auch Flicks Ansage hin, Werner müsse zum Turnier in Sachen Fitness und Rhythmus zulegen.

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Tuchel hat es in der Hand. Havertz ist voll des Lobes für seinen Vereinscoach. „Aus mir holt er jedes Mal das Beste raus“, sagte er, das gebe ihm „sehr viel Selbstvertrauen“. Genau das, was Werner so schmerzlich vermisst. (sid/fe)

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