Nach dem Woltemade-Abgang: VfB-Boss Wehrle reagiert auf verärgerten Hoeneß
Nick Woltemade ist weg, Sebastian Hoeneß darüber nicht begeistert. VfB-Vorstandschef Alexander Wehrle kann den Unmut seines Trainers verstehen.
„Ich verstehe die Perspektive aus sportlicher Sicht total“, sagte Wehrle bei Sky vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach. „Es ist doch klar, dass er wahnsinnig gerne mit Nick weitergearbeitet hätte – wir auch. Aber wenn dann eine Größenordnung erreicht ist, haben wir eine Gesamtverantwortung für den Verein.“ Die Ablösesumme, die übereinstimmenden Medienberichten zufolge bis zu 90 Millionen Euro beträgt, habe die „Schmerzgrenze übertroffen“, sagte Wehrle.
Hoeneß verteidigt die Art seiner Aussagen
Hoeneß hatte tags zuvor Bedenken geäußert, nachdem sich der Wechsel des 23 Jahre alten Torjägers abgezeichnet hatte. „Die Verantwortung für das Sportliche liegt in erster Linie mal beim Trainer und ich denke, das ist auch nicht so schwer zu verstehen, dass das ein herber Verlust für uns ist – vor allem in der Annahme, dass er bleibt“, hatte der Coach gesagt. Am Spieltag ergänzte er: „Ich glaube, ich habe gestern auf der PK gesagt, was ich gedacht habe.“
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Nach Enzo Millot, der zu Al-Ahli gewechselt ist, verlieren die Schwaben in Woltemade einen zweiten zentralen Offensivspieler. Nachfolger konnten bislang nicht verpflichtet werden. „Ich bin davon überzeugt, dass wir bis zum Ende der Transferperiode da auch noch gute Lösungen präsentieren werden“, sagte Wehrle, der darauf verwies: „Es ist jetzt nicht so, dass wir bei null anfangen.“ (dpa/hen)
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