Nahaufnahme von Werner Gegenbauer
  • Werner Gegenbauer hört als Hertha-Präsident auf.
  • Foto: imago/Andreas Gora

Rücktritt trotz Rettung? Verwirrung um Hertha-Präsidenten

Nach der Bundesliga-Rettung hieß es laut mehren Medien, dass Hertha-Präsident Werner Gegenbauer sein Amt abtrete. Der 71-Jährige solle damit einer möglichen Abwahl am Sonntag zuvor gekommen sein. Die Hertha jedoch dementierte am Dienstag dieses Gerücht.

Am Mittag teilte der Klub mit, der 71-Jährige habe sein Amt als Präsident nicht niedergelegt. Zuvor hatten das Magazin „Wirtschaftswoche“ mit Verweis auf eine Bestätigung Gegenbauers sowie die „Bild” über den Rücktritt berichtet. Hertha hatte am Montag durch ein 2:0 im Relegations-Rückspiel beim HSV den Klassenerhalt gesichert.


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Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic äußerte sich bei einer Medienrunde am Dienstag zu den Berichten. „Ich kann zu den Gerüchten auch nichts sagen. Das entscheidet Werner Gegenbauer selbst“, sagte Bobic: „Er ist unser Präsident, aktuell. Das ist für mich das Entscheidende.“ Für Mittwoch sei laut Bobic eine Präsidiumssitzung angesetzt, bei der er anwesend sein werde.

Finanzgeschäftsführer Ingo Schiller verlässt Hertha BSC

Indessen teilte Hertha mit, dass Finanzgeschäftsführer Ingo Schiller den Verein zum 31. Oktober verlassen wird. Beide Parteien hätten sich auf eine vorzeitige Beendigung des Vertrages verständigt. Schiller war seit 1998 bei den Berlinern tätig. „Dass Ingo Schiller nach einiger Zeit von Bord geht, finde ich schade“, sagte Bobic, wobei darin „auch eine Chance“ stecke.

Gegenbauer ist seit 2008 Präsident von Hertha BSC

Gegenbauer amtiert seit 2008 als Hertha-Präsident, zuletzt waren jedoch Zwistigkeiten zwischen ihm und Investor Lars Windhorst öffentlich geworden. Bei Bild-TV sagte Windhorst im März, Gegenbauer gehe es „sehr stark um den eigenen Machterhalt“, es gebe „Seilschaften“ und „Klüngelei“. Er sei nicht gegen das gesamte Präsidium, er sei „ganz klar gegen die Spitze und deren Gefolgsleute“. Windhorst hatte seit seinem Einstieg im Jahr 2019 375 Millionen Euro investiert.

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Bobic nahm Windhorst vor der Mitgliederversammlung am Sonntag, bei welcher der Investor öffentlich sprechen will, in die Pflicht. „Ich erwarte von ihm ein klares Committment zum Verein und eine klare Fürsorgepflicht gegenüber dem Verein, von seiner Seite auch für Ruhe zu sorgen“, so der Manager. (sid/brb)

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