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Felix Kroos im Zweikampf mit Luka Modric
  • Felix Kroos (r. im Zweikampf mit Luka Modric) scheiterte mit Werder in der Vorrunde der Champions League 2010.
  • Foto: imago/Colorsport

Nach 14 Jahren: Warum Werder Bremen plötzlich vom Europapokal träumen darf

Jetzt ist es offiziell: Werder Bremen ist wieder ein Europapokal-Kandidat. Weil Borussia Dortmund am Mittwochabend das erste Halbfinal-Spiel gegen Paris Saint-Germain gewann, stehen der Bundesliga in der kommenden Saison fünf Startplätze im neuen Format der Champions League zu.

Wenn Meister Bayer Leverkusen am 25. Mai auch noch das DFB-Pokalfinale gegen den Zweitligisten Kaiserslautern gewinnen sollte, würde das bedeuten: Der Tabellensechste und -siebte qualifizieren sich für die Europa League. Der Achte spielt um einen Platz in der europäischen Conference League.

Werder selbst steht vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) zwar weiterhin nur auf Rang elf. Doch zwei Faktoren sprechen in diesem engen und sportlich nicht gerade hochwertigen Rennen um die Europapokal-Plätze für die Bremer: Der Rückstand auf Platz acht beträgt nur zwei Punkte.

Platz 8 könnte für die Conference League reichen

Und mit Form und Restprogramm von Werder würden Konkurrenten wie der FC Augsburg und 1899 Hoffenheim gern tauschen. Zwei Heimspiele gegen den Tabellen-13. Gladbach und den 15. VfL Bochum – darin liegt nach den beiden überzeugenden Siegen gegen Stuttgart und in Augsburg eine große Chance.

Bei den Bremern spricht man nur sehr zaghaft über diese unerwartete Gelegenheit. „Die Saison hat noch drei Spiele. Wir wollen die maximale Zahl an Punkten für uns holen. Was dann möglich ist, wird man sehen“, sagte Trainer Ole Werner am Donnerstag. „Das ist unser Weg. Das ist der Weg, der für uns gut funktioniert. Das nächste, was wir beeinflussen können, ist das Spiel gegen Gladbach. Alles, was danach kommt, können wir heute nicht beeinflussen.“

Letzte internationale Teilnahme vor 14 Jahren

Die bislang letzte Teilnahme von Werder Bremen an einem internationalen Wettbewerb liegt schon mehr als 14 Jahre zurück. In der Saison 2010/2011 scheiterte man mit Trainer Thomas Schaaf und dem heutigen Profifußball-Leiter Clemens Fritz als Spieler in der Champions-League-Vorrunde an Tottenham Hotspur, Inter Mailand und dem FC Twente Enschede. Damals war Werder ein Dauergast in der Champions oder Europa League. Heute – im zweiten Jahr nach dem Bundesliga-Aufstieg – wäre schon das Erreichen der 2021 eingeführten Conference League eine Überraschung.

Es wäre allerdings auch die passende Pointe zu einer äußerst wechselhaften Saison, in der Werder ordentlich startete, im Herbst völlig durchhing, im Februar schon einmal als Europacup-Kandidat galt und noch vor zwei Wochen aufpassen musste, nicht wieder tief in den Abstiegskampf verwickelt zu werden. Alles ist möglich in diesem Jahr – das gilt aber auch für Klubs wie Augsburg, Hoffenheim und sogar den starken Bundesliga-Neuling 1. FC Heidenheim.

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„Ich weiß, wovon gerade geträumt wird“, sagte der Profifußball-Leiter Clemens Fritz dem Multimediaportal „Deichstube“. „Vor zehn Tagen war die Stimmung hier aber noch eine andere.“ (dpa/fs)

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