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Harry Kane (links) nach seiner Auswechslung im Gespräch mit Trainer Thomas Tuchel
  • Harry Kane und Thomas Tuchel (r.) hatten nach dem Auftaktsieg in Bremen gut lachen.
  • Foto: imago/MIS

Lobeshymne für den Superstar: Tuchel schwärmt nach Kanes Bundesliga-Debüt

Mit zwei Torbeteiligungen im ersten Bundesliga-Spiel ist 100-Millionen-Transfer Harry Kane beim Rekordmeister Bayern München auf Anhieb angekommen. Von Trainer Thomas Tuchel gab es Sonderlob.

Es war bereits kurz vor Mitternacht, aber das zufriedene Grinsen war noch immer nicht aus Harry Kanes Gesicht verschwunden. Ein Tor erzielt, einen Treffer vorbereitet und seinen Trainer Thomas Tuchel begeistert – das Bundesliga-Debüt des 100-Millionen-Stürmers war ein voller Erfolg, mit einem Jahr Verspätung scheint ein adäquater Nachfolger für Robert Lewandowski gefunden.

Der standesgemäße Auftaktsieg des FC Bayern im einstigen Nord-Süd-Gipfel bei Werder Bremen (4:0) war deshalb für Tuchel schnell abgehakt, der Coach des Rekordmeisters huldigte lieber seiner neuen Lichtgestalt im Sturmzentrum.

Tuchel: Kane macht jeden Mitspieler besser

„Er ist absolut beeindruckend und macht jeden Mitspieler besser. Harry weiß, was zu tun ist, und er spielt unglaublich präzise“, lobpreiste der 49-Jährige den Engländer. Auch Kapitän Joshua Kimmich war begeistert: „Harry kann auflegen und vollstrecken. Er wird sehr hilfreich für uns sein.“

So viele Schwärmereien waren dem Kapitän der „Three Lions“ fast schon ein bisschen zu viel. „Ja, ich war ein trotz aller Vorfreude ein wenig nervös. Aber sobald man auf dem Platz steht, greift der Instinkt wieder“, sagte der 30-Jährige in diesem Moment eher ungerührt am DAZN-Mikrofon.

Werder konnte Bayern kaum vor Probleme stellen

Zur Wahrheit gehört aber auch: Wie seit mehr als einem Jahrzehnt gewohnt, war der einstige Erzrivale von der Weser kein ernsthafter Prüfstein für den Titelverteidiger, die wahren Bewährungsproben für den Serienmeister folgen erst in den kommenden Wochen und Monaten.

Und Tuchel war überdies eifrigst bemüht, die deutlichen Fortschritte gegenüber der 0:3-Niederlage im Supercup gegen Pokalsieger RB Leipzig in ein besonders helles Licht zu rücken: „Auch das wir zu Null gewonnen haben, war verdient. Und wir sind diesmal in etwas schwierigeren Phasen nicht verrückt geworden.“

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Viele allerdings gab es davon nicht. Denn bei allem Eifer der Hanseaten wurde deutlich: Über mehr als den Klassenerhalt sollte man am Osterdeich nicht nachdenken, selbst wenn das offenkundige Loch auf der linken Abwehrseite bis zum Transferschluss noch gestopft werden sollte.

Füllkrug und Ole Werner selbstkritisch

„Es gibt logische Erklärungen für diese Niederlage und auch für das Ausscheiden im Pokal. Aber ganz klar: Wir haben noch Luft nach oben. Und wir müssen noch disziplinierter spielen“, sagte Bundesliga-Torschützenkönig Niclas Füllkrug. Der Nationalspieler war der einzige Bremer, der hin und wieder in der Defensive der Gäste ein wenig Alarm auslöste.

Was Ole Werner bei aller Klasse des Gegners dann doch ein bisschen zu wenig war. „Besonders in der ersten Halbzeit waren wir zu passiv, es fehlte auch an Mut“, bilanzierte der Werder-Coach, man müsse jetzt seine Hausaufgaben machen. Was auch am zweiten Spieltag bei Europa-League-Teilnehmer SC Freiburg nicht ganz einfach sein dürfte.

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Gut möglich allerdings, dass bis dahin eine Entscheidung über die sportliche Zukunft von Füllkrug an der Weser gefallen ist. Nach der Partie blockte der Torjäger noch alle in diese Richtung zielenden Fragen freundlich, aber bestimmt ab: „Das interessiert gerade überhaupt nicht und ist mir in diesem Moment relativ egal.“ (sid/ps)

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