Lionel Messi im PSG-Trainingspulli
  • Lionel Messi im PSG-Dress – ein Anblick, der den meisten Barça-Fans immer noch wehtun dürfte
  • Foto: WITTERS

Vorwürfe vom Liga-Boss: So hätte Barça Messi halten können

Nur Platz neun in der Liga, zwei 0:3-Niederlagen zum Start in der Champions League und ein amtlicher Schuldenberg – der FC Barcelona durchlebt aktuell die wohl größte Krise seiner Vereinsgeschichte. Mit Lionel Messi verließ die Katalanen in diesem Sommer zu allem Überfluss auch noch das Gesicht der großen Erfolge der vergangenen 15 Jahre. Bis zuletzt galt dieser Abgang aufgrund der finanziellen Schieflage Barças unvermeidbar. Ein aktuelles Interview mit La Liga-Boss Javier Tebas legt nun jedoch nahe, dass dem mitnichten so war.

Um „La Pulga“ zu halten, hätte es dem Funktionär zufolge zwei Möglichkeiten gegeben. Eine davon sei gewesen, auf der Zugangsseite auf große Namen wie Sergio Agüero oder Memphis Depay zu verzichten.

Obwohl ablösefrei: Verhinderten Top-Transfers Messi-Verlängerung?

Die beiden Offensivstars hatte Barça-Präsident Joan Laporta vor der Saison zwar ablösefrei ins Camp Nou gelotst, zusammen verschlingen die beiden aber immerhin kolportierte zehn Millionen Euro Grundgehalt im Jahr – von möglichen Prämien und den bei ablösefreien Transfers üblichen Handgeldern an die Spieler und deren Entourage ganz zu schweigen. Tebas hierzu gegenüber ESPN: „Wenn er diese Spieler nicht geholt hätte, hätte Messi bleiben können.“


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Die zweite Möglichkeit sei dem Liga-Präsident zufolge die Zustimmung zum von La Liga geplanten Milliarden-Deal mit dem luxemburgischen Unternehmen CVC Capital Partners gewesen. Etwas mehr als zehn Prozent seiner Rechte hätte Barça demnach abtreten müssen, im Gegenzug wären etwa 270 Millionen Euro ins Camp Nou geflossen.

War Real-Präsident Pérez Schuld am Messi-Abgang?

Ein Geschäft, das für die gebeutelten Katalanen auf den ersten Blick durchaus Sinn ergeben hätte – fand wohl zunächst auch Laporta. So verrät der 59-Jährige: „Ich habe mit Laporta zu Abend gegessen und er hat zugestimmt, die Vereinbarung zu unterzeichnen.“ Dass daraus am Ende doch nichts wurde, macht Tebas auch an Real-Boss Florentino Pérez fest, der Laporta zu einer Absage des Deals gedrängt haben soll.

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Sollten die Ausführungen von Tebas der Wahrheit entsprechen, dürfte das den Barça-Anhängern gar nicht gefallen. Schließlich sehen viele Fans der „Blaugrana“ im Messi-Abgang den Hauptgrund für die aktuelle sportliche Krise. Dass dieser aber eventuell überhaupt nicht nötig gewesen wäre und am Ende mit Florentino Pérez gar ausgerechnet der Präsident von Erzrivale Real Madrid entscheidend mitverantwortlich für den Abgang des Argentiniers gewesen sein könnte, wäre für die Anhängerschaft wohl nur schwer zu ertragen.

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