Kurioser Moment bei UEFA-Auslosung: Magier lässt alle Kugeln verschwinden
Wer am Freitagnachmittag die Auslosung der Europa League und der Conference League verfolgte, traute kurz seinen Augen nicht. Als die UEFA im Grimaldi Forum in Monaco die Ziehung zur Ligaphase im neuen Modus erklärte und einleitete, waren alle Kugeln in verschiedenen Töpfen sorgfältig aufgebaut – so, wie es Fußballfans schon seit vielen Jahren kennen. Der frühere deutsche Nationalspieler und Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann betrat die Bühne, um als Losfee zu fungieren. Dann aber kam plötzlich ein Magier – und ließ die Loskugeln allesamt verschwinden.
Dieser ungewöhnliche Moment sorgte in den sozialen Netzwerken für viel Aufmerksamkeit bei den Fußballfans. Hintergrund ist natürlich keine Panne, sondern eine selbstironische Inszenierung der UEFA für ihren neuen Modus. Durch die Ligaphase, die es in dieser Saison zum zweiten Mal geben wird, gibt es keine klassischen Vorrunden-Gruppen mehr – und damit auch keine klassische Auslosung.
UEFA-Auslosung: Losfee Klinsmann hat keine Kugeln
Stattdessen war es Klinsmanns einzige Aufgabe als Losfee, einen großen Button zu drücken. Den Rest übernahm im Hintergrund dann eine Künstliche Intelligenz (KI) und berechnete die jeweils acht Begegnungen für jedes Team mit einem Supercomputer. Bei der Auslosung zur Champions League am Vorabend war immerhin noch jeweils eine Kugel gezogen worden, um anzuzeigen, für welche Mannschaft gerade die Paarungen berechnet werden.

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Die Auslosung (oder vielmehr die Berechnung) ergab dann ein durchaus anspruchsvolles Programm für die deutschen Teams. Der SC Freiburg trifft unter anderem auf OSC Lille, OGC Nizza sowie auf den FC Basel aus der Schweiz, das eine gerade mal rund 50 Kilometer entfernt liegt. Fans des VfB Stuttgart dürfen sich auf ein Heimspiel gegen Feyenoord Rotterdam sowie auf Auswärtsfahrten zur AS Rom und zu Fenerbahçe Istanbul freuen.
UEFA terminiert Europa-League-Spielplan am Sonntag
Die genaue Terminierung der UEFA für die einzelnen Spiele folgt am Sonntag. Jede Mannschaft hat jeweils vier Heim- und vier Auswärtsspiele, los geht’s am 24. und 25. September. Die Ligaphase endet mit dem achten und letzten Spieltag am 29. Januar, das Endspiel in Istanbul ist für den 20. Mai 2026 geplant. Die besten acht Mannschaften der Ligaphase qualifizieren sich direkt fürs Achtelfinale, 16 weitere Teams müssen in die Playoffs.
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Bereits am Samstag werden die am Donnerstagabend gelosten Champions-League-Partien terminiert, bei denen der FC Bayern München, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt an den Start gehen.
Die Europa-League-Gegner der deutschen Teams im Überblick:
- SC Freiburg: RB Salzburg (H), OSC Lille (A), Maccabi Tel Aviv (H), Viktoria Pilsen (A), FC Basel (H), OGC Nizza (A), FC Utrecht (H), FC Bologna (A)
- VfB Stuttgart: Feyenoord Rotterdam (H), AS Rom (A), Maccabi Tel Aviv (H), Fenerbahçe Istanbul (A), Young Boys Bern (H), FC Basel (A), Celta Vigo (H), Go Ahead Eagles Deventer (A)
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