Oliver Kahn rudert nach seiner „Basta“-Aussage zurück.
  • Oliver Kahn rudert nach seiner „Basta“-Aussage zurück.
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„Verkauf absolut sinnvoll”: Kahn erklärt Rolle rückwärts bei Lewandowski

Für Bayern Münchens Vorstandschef Oliver Kahn war seine „Basta“-Aussage im Fall Robert Lewandowski im Mai angebracht. „Mit ‚Basta‘ beendet man eine Diskussion. Und genau das wollte ich zum damaligen Zeitpunkt, denn wir hatten vor zwei Monaten weder ein Angebot für Robert noch Alternativen in Aussicht. Seitdem hat sich die Lage grundlegend geändert“, sagte der ehemalige Nationaltorwart im „Bild“-Interview über den nun feststehenden Wechsel des zweimaligen Weltfußballers zum FC Barcelona.

Die Katalanen hätten „am Ende eine Summe geboten, bei der ein Verkauf für uns absolut sinnvoll ist. Außerdem haben wir zuletzt sehr erfolgreich auf dem Transfermarkt agiert und in Sadio Mané einen absoluten Weltklassespieler für die Offensive verpflichtet. Daher haben wir uns nun mit dem FC Barcelona geeinigt. Bisher allerdings nur mündlich, das Vertragswerk steht noch aus“, betonte der 53-Jährige.

„Summe geboten, bei der ein Verkauf für uns absolut sinnvoll ist“

Laut Kahn habe der FC Bayern stets „im Driver’s Seat“ gesessen „und immer aus der Position der Stärke heraus agiert. Und am Ende war es unserer Meinung nach das Beste, Robert die Freigabe zu erteilen. Wir als FC Bayern können mit dieser Entwicklung sehr gut leben“.

Der einstige Bayern-Kapitän dementierte Gerüchte, der Aufsichtsrat des Rekordmeisters habe ihn überstimmt: „Nein, das kann nicht sein, denn das ist eine Entscheidung des Vorstandes mit mir als Vorstandsvorsitzendem. Natürlich sind wir dabei immer gut abgestimmt mit dem gesamten Aufsichtsrat um Herbert Hainer.“


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Einen eigenen Gesichtsverlust fürchtet Kahn nicht: „Aus übertriebener Sturheit oder wegen des eigenen Egos dogmatisch an etwas festzuhalten, obwohl sich die Rahmenbedingungen fundamental verändert haben, ist für mich eher ein Zeichen von Schwäche.“ Es gehe immer darum: „Was ist das Beste für den FC Bayern, für den Verein, die Mannschaft und die Fans. Vor diesem Hintergrund bewerte ich die Dinge, das ist meine Aufgabe.“

Auch ohne Lewandowski verfügten die Bayern über „einen sehr guten Kader, mit dem alle Titel möglich sind“. Man habe sich mit Mane, Ryan Gravenberch oder Noussair Mazraoui „bisher optimal verstärkt und die Ablöse für Robert Lewandowski verschafft uns weiteren Spielraum“, meinte der Bayern-Boss.

Auch ohne Lewandowski: Bayern mit „einen sehr guten Kader“

Einen unmittelbaren Nachfolger für den polnischen Torjäger suche der Klub nicht unbedingt, aber: „Wir beobachten den Markt permanent und wenn sich eine Gelegenheit ergeben sollte, werden wir da sein. Wie die aktuelle Transferperiode zeigt, ist der FC Bayern ein hochattraktiver Klub für die Top-Spieler Europas.“

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Allerdings sei die Offensive „herausragend besetzt, und unser Trainer Julian Nagelsmann hat ein großes Repertoire, um unser Angriffsspiel auf höchstem Niveau zu halten“. Der FC Bayern habe auch früher schon große Spieler verloren und „danach ist die Bayern-Welt nicht auseinandergebrochen. Im Gegenteil, oftmals ging es noch erfolgreicher weiter“, so Kahn. (dpa/pw)

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