Edin Terzic
  • Edin Terzic sollte Pal Dardai bei Hertha BSC ersetzen.
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Hertha hat schon Dardai-Nachfolger angefragt – beim BVB!

Nach dem schlechten Saison Auftakt von Hertha BSC mit nur drei Punkten aus vier Spielen ging es in der Hauptstadt bereits um die Trainerfrage. Pal Dardai stellte sich selbst in Frage und auch die Verantwortlichen um Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic schauten sich laut der „Sport Bild“ nach einer Alternative um. Die Wahl fiel auf Ex-BVB-Coach Edin Terzic.

Der 38-jährige Terzic ist bei Borussia Dortmund seit dieser Saison als Technischer Direktor zuständig. Die Anfrage aus der Hauptstadt, ob er sich vorstellen könnte, Cheftrainer der Hertha zu werden, lehnte er ab. Die Berliner wollten sich zur Personalie Terzic nicht äußern.

Hertha BSC: Spannungen zwischen Pal Dardai und Fredi Bobic

Beim Hauptstadtklub soll es zwischen Pal Dardai und Fredi Bobic Differenzen geben. Nach der 0:5-Niederlage beim FC Bayern gab Dardai offen zu: „Ich hänge nicht an meinem Sitz, ich helfe gerade aus. Im Sommer hieß es auch nicht unbedingt, dass ich es mache. Wahrscheinlich sucht Hertha BSC seit langem einen großen Trainer. Wenn ein ganz großer Trainer hier ist, geht Pal sofort zurück zur U16 und macht seine Sache wie früher.“


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Hertha-Boss Bobic kritisierte seinen Trainer nach dessen Aussagen: „Ich habe mit Pal sehr lange geredet nach seinem emotionalen Ausbruch am Sonntag, der nicht gut war. Die Emotionalität darf nicht Überhand gewinnen. Das war nicht förderlich für Hertha BSC Berlin.“ Er betonte aber auch, dass man sich ausgesprochen habe und alles in Ordnung sei.

Nach dem ersten Saisonsieg gegen den VfL Bochum zeigte Dardai sich erleichtert. „Dieser Sieg riecht nach Arbeit. Für einen Trainer ist das fantastisch. Die Mannschaft wird Lob für ihre Arbeit bekommen. Das ist in unserer Situation das Wichtigste: arbeiten. Ein Neuanfang innerhalb von eineinhalb Wochen – das war wie bei der Nationalmannschaft. Das hat sich auch gelohnt“, sagte der Ungar dem „Kicker“.

Dardai hofft gegen Greuther Fürth auf zweiten Saisonsieg

Im Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth erwartet der Hertha-Coach „keinen Wunderkick“. „Wir wollen gewinnen, aber dafür müssen wir alles mobilisieren. Ich erwarte einen Arbeitssieg“, sagte er vor dem Duell gegen den Aufsteiger am Freitag (20.30 Uhr/DAZN).

Der ganz große Druck lastet nach dem ersten Saisonsieg beim VfL Bochum (3:1) nicht mehr auf den Berlinern. Trotzdem warnte Dardai vor dem Gegner, der „aggressiv“ spiele und „die Mitte zumacht“. Aber: „Wir sind vorbereitet.“

Hertha BSC: Suat Serdar mit überragender Leistung gegen den VfL Bochum

Dardai setzt im Mittelfeld erneut auf Suat Serdar, der gegen Bochum überragt und einen Doppelpack erzielt hatte. „Er hat die Qualität, um für die deutsche Nationalmannschaft zu spielen“, sagte der ehemalige ungarische Nationalspieler über den Ex-Schalker, der das letzte seiner vier Länderspiele vor einem Jahr bestritt: „Torgefahr, Laufbereitschaft, Spielfähigkeit – das ist alles schön, muss aber regelmäßig so sein.“

Auch Fredi Bobic erhofft sich von Serdar noch mehr Konstanz und eine stärkere Persönlichkeitsentwicklung, „dann ist sein Weg sehr goldig“, meinte Bobic, „denn er bringt alles mit, was man auf dieser Position braucht“.

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Personell muss Hertha auf die angeschlagenen Rune Jarstein, Jordan Torunarigha und Lukas Klünter verzichten. Ob Marton Dardai und Krzysztof Piatek, die nach ihren Verletzungen wieder im Training zurück sind, im Kader stehen, ließ Dardai offen. „Ich muss mir noch einige Werte anschauen“, sagte er: „Wir wollen da kein Eigentor machen.“ (sid/tha)

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