Hansa Rostock spielt sein Saisonfinale vor 7.500 Fans. (Symbolbild)
  • Hansa Rostock spielt sein Saisonfinale vor 7.500 Fans. (Symbolbild)
  • Foto: WITTERS

Genehmigt: Fast unvorstellbar! Hansa Rostock spielt vor 7500 Fans um den Aufstieg

Hansa Rostock kann seine mögliche Rückkehr in die 2. Bundesliga nach neun Jahren in den Niederungen der 3. Liga mit Fans feiern. Am Dienstag erhielt der Klub aus Mecklenburg-Vorpommern von höchster landespolitischer Stelle die Erlaubnis, am Samstag (13.30 Uhr/Magentasport und NDR Fersnehen live) zum letzten Saisonspiel gegen den VfB Lübeck 7500 Zuschauer auf Grundlage eines strengen Hygienekonzepts ins Ostseestadion zu lassen.

Das Spiel könne als Modellprojekt umgesetzt werden, sagte Gesundheitsminister Harry Glawe nach der Zustimmung durch die Landesregierung in Schwerin.

„Wir setzen auf ein faires und friedliches Miteinander – und zwar vor, während und nach dem Spiel“, sagte der CDU-Politiker. Den zuständigen Rostocker Behörden seien nun geeignete Schutz- und Hygienekonzepte vorzulegen, die insbesondere einer Zustimmung des Gesundheitsamtes und der Polizei bedürfen.

Er hatte am Montag betont, dass mit dem Zuschauerbesuch mögliche Fanmassen vor dem Stadiongelände verhindert werden sollen.

In Rostock liegt der Inzidenzwert derzeit bei etwa 50 Corona-Infektionen pro 100 000 Einwohnern, im gesamten Bundesland ist der Wert deutlich unter 60.

Ein Hauch von Normalität: Hansa Rostock vor 7500 Fans

„Wir haben ein ganz, ganz großes Vertrauen gekriegt“, sagte Hansa-Vorstandschef Robert Marien. Nach seiner Aussage wird der Club schon seit Tagen mit Anfragen nach Tickets überflutet.

Der Verein kann bei der Organisation der Partie auf seine Erfahrungen beim Modellversuch vor zwei Monaten bauen. Am 20. März waren 777 Fans für das Spiel gegen den Halleschen FC erlaubt. Es war die erste Begegnung mit Zuschauern im deutschen Profi-Fußball seit fast fünf Monaten.

Marien forderte die 7500 Zuschauer, die für das Spiel gegen die als Absteiger feststehenden Lübecker ein Ticket bekommen, auf, sich um einen Corona-Test kümmern. Jeder, der in die 29-000 Zuschauer fassende Arena will, muss einen höchstens 24 Stunden alten negativen Test vorweisen. 

3. Liga: Behörden genehmigen Hygienekonzept

Hansa stellt selbst ein Testzentrum zur Verfügung, in dem sich Besucher von Freitagmittag bis zum nächsten Tag um 11.30 Uhr testen lassen können. Von jedem Fan werden die Personaldaten erhoben. Im Stadion herrscht Maskenpflicht und Abstandsgebot. Es werden nur Sitzplätze vergeben. Die Zuschauer werden in mehreren Schüben in das Stadion gelassen.

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Anders als beim Spiel gegen den Halleschen FC, dürfen diesmal auch Zuschauer aus ganz Mecklenburg-Vorpommern ins Stadion. Fans aus anderen Bundesländern sind hingegen nicht erlaubt. Da werde es keine „Lex Hansa“ geben, sagte Marien.

Für den Fall des Aufstiegs stellte er klar: „Es darf keinen Platzsturm geben.“ Das Team werde mit den Fans im Stadion eine halbe Stunde bis Dreiviertelstunde feiern. Sollten Zuschauer versuchen, auf den Rasen zu kommen, werde „die Mannschaft sofort in die Kabine gehen und auch nicht mehr wiederkommen“, sagte Marien. (dpa/pia)

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