Im Jahr 2015 stellten Pep Guardiola und Thomas Tuchel in einem Münchner Restaurant mit Salz- und Pfefferstreuern alte Partien des FC Barcelona nach. Am Samstag treffen sie im Champions-League-Finale aufeinander.
  • Im Jahr 2015 stellten Pep Guardiola und Thomas Tuchel in einem Münchner Restaurant mit Salz- und Pfefferstreuern alte Partien des FC Barcelona nach. Am Samstag treffen sie im Champions-League-Finale aufeinander.
  • Foto: imago images/PA Images

Finale der Champions League: Chelsea vs. City: Tuchel fordert seinen Lehrmeister

In der Höhle des Drachen ziehen zwei befreundete Taktikgenies in ihren härtesten Kampf. Sechs Jahre nach ihrem legendären Salzstreuer-Abend in einer edlen Münchner Weinbar gehen Thomas Tuchel und Pep Guardiola mit taktischen Fallen, Tricks und Winkelzügen aufeinander los – für die ultimative Krönung eines englischen Siegers: Im Champions-League-Finale zwischen Tuchels FC Chelsea und dem favorisierten Giganten Manchester City.

„Wir haben kein anderes Ziel, als den Pokal zu holen. Das ist unser Mindset für Porto“, sagte Tuchel. Guardiola, der das silberne Pokal-Ungetüm bereits zweimal mit dem FC Barcelona gewonnen hat, kontert: „Ich respektiere ihn. Aber wir wissen, dass wir beide gewinnen wollen.“ Im Estadio do Dragao kann es am Samstag (21.00 Uhr/Sky und DAZN) vor immerhin 16.500 Zuschauern nur einen Sieger geben.

Champions League: Tuchel und Guardiola im größten Duell

Wer auch immer im „The Full English“ triumphiert, dem bereits dritten in der Champions-League-Geschichte: Es wird ein Spiel mit deutschen Gewinnern und Verlierern. Ilkay Gündogan ist das unverzichtbare Mittelfeld-Metronom der Citizens – Chelsea schickt sogar drei deutsche Nationalspieler ins Rennen, sie sich sehr bald bei der EM wiedersehen werden: Kai Havertz, Antonio Rüdiger und Timo Werner.

„Niemand wird die Geschichte hören wollen, dass ich vergangene Saison schon hier war“, sagte Tuchel. Aber: er gehe „schlauer und erfahrener“ in sein zweites Königsklassenfinale.

CL-Finale: FC Chelsea gegen Manchester City

Nachdem Tuchel im Januar den glücklosen Frank Lampard bei Chelsea ersetzt hatte, kletterte der Verein in der Premier League von Platz zehn noch im letzten Moment auf den Champions-League-Rang vier.

Dass sein Gegenüber nun Guardiola heißt, wird Tuchel zusätzlich anspornen. Der Katalane ist sein fußballerischer Seelenverwandter. In aller Munde ist dieser Tage wieder der Abend im Jahr 2015, an dem beide in einem Münchner Restaurant mit Salz- und Pfefferstreuern manisch alte Partien des FC Barcelona nachstellten.

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„Das sind gute Erinnerungen“, sagte Guardiola: „Seitdem sind wir älter geworden. Wir haben ein gutes Verhältnis zueinander.“ Der unbedingte Wille zum Sieg eint beide Coaches – wie ihre Liebe zum taktischen Winkelzug. Am Samstag geht es ums Ganze. (sid/pia)

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