Diego Maradona auf einer Fahne abgebildet
  • Die Doku-Serie über Diego Maradona sorgt für Ärger bei Lazio Rom.
  • Foto: picture alliance/dpa/LaPresse via ZUMA Press | Alessandro Garofalo

Faschismus-Wirbel um Maradona-Film: Deshalb sind die Fans sauer

Die auf Amazon Prime erschiene Film-Biografie „Maradona – Leben wie ein Traum“ sorgt für ordentlich Ärger bei Lazio Rom. Der Grund: Eine Szene, in der eine Ansprache von Diego Maradona vor einem Spiel gegen die Römer gezeigt wird.

In dieser sagt der vor knapp einem Jahr im Alter von 60 Jahren verstorbene Argentinier: „Heute wollen uns diese Faschisten demütigen. Sie wollen uns auf den Knien sehen, in unserem Haus, wir lassen sie nicht, wir kämpfen um jeden Ball…“

Nach Faschismus-Aussage in Maradona-Doku: Lazio Rom wütet

„Faschisten“ – eine Bezeichnung, die logischerweise weder die Lazio-Fans noch der Verein selbst auf sich sitzen lassen wollen. Während die Anhängerschaft in den Sozialen Medien wütet, bezieht der Verein auf seiner Homepage klar Stellung und möchte gar gegen die Darstellung vorgehen.


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Die Vorwürfe richtet der italienische Topklub jedoch nicht etwa an Maradona selbst, sondern vielmehr an die Macher der Serie: „Wir lassen die Öffentlichkeit die Qualität der Maradona-Reihe von Amazon Prime beurteilen. Aber wir können die wenigen Sekunden, die wir gesehen haben, als lächerlich bezeichnen, in denen Maradona auf völlig willkürliche und unwahrscheinliche Weise Worte zugeschrieben werden, die er nie ausgesprochen hätte: ,Diese Faschisten wollen uns demütigen.‘“

Lazio Rom verlangt Entfernung der Szene

Vielmehr sei Maradona sogar ein Freund der „Laziali“ gewesen, was einer realitätsgetreuen Darstellung umso mehr widerstrebe, so die Römer auf ihrer Homepage.

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Ohne Konsequenzen soll die Szene deshalb nicht bleiben. Wie die „Bild“ schreibt, verlangt Lazio von den Machern der zehnteiligen Serie, den Ausschnitt zu entfernen.

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