Die Ultras von Hellas Verona fielen am Sonntag gegen Neapel wiederholt durch rassistische Gesänge auf.
  • Die Ultras von Hellas Verona fielen am Sonntag gegen Neapel wiederholt durch rassistische Gesänge auf.
  • Foto: imago/Gribaudi/ImagePhoto

Fan-Teilausschluss nach Rassismus-Eklat in Italien – Ermittlungen wegen Plakat

Der italienische Erstligist Hellas Verona muss nach rassistischen Gesängen bei der Begegnung gegen den SSC Neapel in einem der nächsten Heimspiele auf einen Teil der Fans verzichten.

Das teilten der Club und die Serie A am Dienstag mit. Während der Begegnung waren Neapels schwarze Profis Kalidou Koulibaly und Victor Osimhen beleidigt worden. Osimhen hatte bei Neapels 2:1 beide Tore erzielt. Darüber hinaus sanktionierte die Liga Hass- und Schmähgesänge der Verona-Fans gegen die Gäste-Anhänger aus Süditalien.

Hellas Verona-Ultras mit rassistischen Gesängen gegen Neapel

Verona war in der Vergangenheit oft durch rassistische Zwischenfälle aufgefallen und wurde nun erneut sanktioniert. Im Spiel gegen den CFC Genua Anfang April muss der Ultra-Sektor im Stadion frei bleiben.

Das könnte Sie auch interessieren: Er wurde 97! Ex-DFB-Präsident Egidius Braun verstorben

Just die Ultras der Norditaliener hatten schon vor dem Spiel für einen Eklat gesorgt. In der Nacht auf Sonntag wurde in der Nähe des heimischen Bentegodi-Stadions ein Banner angebracht, auf dem neben der russischen und der ukrainischen Flagge die GPS-Koordinaten von Neapel zu sehen waren. Interpretiert wurde, dass es ein Aufruf sei, Neapel zu bombardieren. Unterzeichnet war das Banner von der „Curva Sud“, einer von Veronas Ultra-Gruppierungen.


Was ist in dieser Woche im Volkspark passiert? Wie steht es um den HSV vor dem nächsten Spieltag? Jeden Freitag liefert Ihnen die Rautenpost Analysen, Updates und Transfer-Gerüchte. Pünktlich zum Wochenende erhalten Sie von uns alle aktuellen News der Woche rund um den HSV kurz zusammengefasst – direkt per Mail in Ihr Postfach. Hier klicken und kostenlos abonnieren.


In diesem Fall ermittelt die Staatsanwaltschaft. Den Verantwortlichen droht ein Verfahren wegen Anstiftung zu einem Verbrechen unter erschwerenden, rassistischen Umständen, wie der stellvertretende Staatsanwalt Bruno Francesco Bruni der Zeitung “Corriere del Veneto” sagte. Politiker und Sportfunktionäre waren empört über das Plakat. (dpa/fe)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp