Thomas Schaaf hat keine Zeit zu verlieren. Werder Bremens Interimstrainer hat alle Hände voll zu tun.
  • Thomas Schaaf hat keine Zeit zu verlieren. Werder Bremens Interimstrainer hat alle Hände voll zu tun.
  • Foto: imago images/Nordphoto

Erster Abstieg seit 41 Jahren droht: „Nur wenig Zeit!“ So will Schaaf Werder retten

Vielleicht schafft er es ja, den Druck auf sich zu ziehen und seinen verunsicherten Profis Halt zu geben. Thomas Schaaf wurde von Werder Bremen als Retter auserkoren, der frühere Meistermacher soll den Traditionsklub vor dem ersten Abstieg seit 1980 bewahren. Mit viel Arbeit – und eher wenigen, schnörkellosen Worten.

Da sage noch mal einer, er könne sich nicht anpassen. Schaaf, mittlerweile 60 Jahre alt und in Ehren ergraut, kam mit einem Flipchart auf den Platz im niedersächsischen Barsinghausen, wo sich Werder in dieser Woche auf das Saison-Finale gegen Gladbach vorbereitet. Die alte Schule wurde dann eher deutlich, als er über seine bevorstehende Aufgabe sprach.

So will Trainer-Legende Thomas Schaaf Werder Bremen retten

„Es ist eine riesige Herausforderung, wir haben nur wenig Zeit“, erklärte der Mann, der Werder 2004 zu Meisterschaft und Pokalsieg führte. Sogar so wenig Zeit, dass er sich gar keine Gedanken darüber mache, dass sein ruhmreicher Name in Kürze mit dem Abstieg in Verbindung gebracht werden könnte.

„Um meine Person mache ich mir keine Gedanken“, sagte er. „Das ist mir nicht wichtig.“ Entscheidend sei das Gefühl, „etwas leisten zu können. Wir wollen Selbstvertrauen ins Team bringen.“

Genau das schaffte der am Sonntag beurlaubte Florian Kohfeldt nicht mehr. Nun also Schaaf, als letzte Patrone für ein Spiel, vielleicht auch noch für die Relegation. Groß einarbeiten muss er sich nicht, er war als Werders Technischer Direktor ohnehin immer auf dem Laufenden.

Offen, wie es dann ab Sommer weitergeht. Laut österreichischen Medien hat sich mit Ex-Werder-Star Andreas Herzog (52) schon ein Favorit auf den Trainerposten in Bremen herauskristallisiert. 

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