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  • Eintracht-Präsident Peter Fischer heizt wie hier in Barcelona auch in Sevilla die Stimmung an.
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Eintracht-Wahnsinn! Boss „will aus dem Pokal saufen“ – Fans attackieren Polizei

Einen Abend vor dem Europa-League-Finale in Sevilla hat Eintrachts Kult-Präsident Peter Fischer bereits feuchtfröhliche Worte an die Frankfurter Fans gerichtet.

Fischer hat die eigene Delegation kräftig eingestimmt. „Wir werden der Chef im Stadion sein. Wehe, ihr seid schuld, dass ich nicht aus diesem Pokal saufen darf“, sagte der 66 Jahre alte Funktionär am Dienstagabend bei einer feierlichen Abendveranstaltung der Hessen in Sevilla. Dort findet am Mittwoch (21 Uhr/RTL) das Endspiel gegen die Glasgow Rangers statt. Beide Vereine haben zehntausende Fans in der Stadt dabei.

„Europapokal-Sieg ist tausendmal besser als Sex“

Fischer und Vorstandssprecher Axel Hellmann haben sich vorgenommen, vorab in die Kurve zu gehen und die mitgereisten Anhänger im Stadion zusätzlich zu motivieren. „Meine Gänsehaut ist immer so groß wie Erbsen. Die dürfen noch größer werden, die Erbsen“, sagte Fischer. Die rund 800 Gäste seien am Abend vor dem Spiel nicht hier, „um umsonst zu saufen und zu fressen“, erklärte der Vereinspräsident gewohnt drastisch. „Das, was wir hier machen, ist Doping.“ Zudem fügte er hinzu: „Europapokal-Sieg ist tausendmal besser als Sex. Weil diese Pokale gibt es verdammt, verdammt selten.“

Wie heiß der Eintracht-Präsident auf den möglichen Titelgewinn ist, machten die Frankfurt-Funktionäre am Dienstagabend deutlich. Axel Hellmann sagte über Fischer: „Der Peter trinkt nicht Wodka, sondern Blut. Er kommt mit Blut auf die Bühne.“


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Jedoch sind einige Anhänger anscheinend ein wenig zu heiß auf das Finale. So wurden bereits fünf Fans von Eintracht Frankfurt Stunden vor dem Finale in Sevilla festgenommen.

Frankfurt-Fans sollen Polizisten attackiert haben

Sie waren nach Angaben der Polizei Teil einer Gruppe von 200 deutschen Anhängern, die in der Nacht auf Mittwoch nahe der Kathedrale im Zentrum der südspanischen Stadt schottische Fans attackiert haben sollen. Die deutschen Fans sollen die Beamten mit Leuchtraketen, Tischen und Flaschen beworfen haben. Sie werden demnach der Störung der öffentlichen Ordnung und der Aggression beschuldigt.

Der zuständige Polizeichef Juan Carlos Castro hatte kurz vor diesen ersten Ausschreitungen am Dienstag vor „ernsten Problemen“ gewarnt. Zum Finale würden in Sevilla rund 150.000 Fans erwartet, 100.000 aus Schottland und 50 000 aus Deutschland.

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„Das ist ungeheuerlich“, meinte Castro. „Das sind zu viele Menschen mit zu viel Alkohol, die meisten ohne Eintrittskarte für das Spiel. Und es gibt in der Stadt viele Baustellen. Das alles zusammen kann zu ernsten Problemen führen.“ Zum Finale werden 5500 Sicherheitskräfte eingesetzt. Castro sprach vom „schwierigsten Spiel der vergangenen Jahre“ in der andalusischen Metropole. (dpa/pw)

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