Platzsturm der Schalke-Fans
  • So wie hier auf Schalke strömten in den vergangenen Wochen in mehreren Stadien die Fans nach Abpfiff auf den Rasen.
  • Foto: imago/Kirchner-Media

DFB-Boss gegen Platzstürme: Zu viel Risiko für Spieler und Fans

Das Strömen hunderter bis tausender Fans nach Abpfiff auf das Spielfeld wurde in den vergangenen Wochen zur Regelmäßigkeit. DFB-Präsident Bernd Neuendorf sieht die jüngsten Platzstürme von Fans in der ersten und zweiten Bundesliga kritisch.

„Ich finde es nicht gut, weil es in gewisser Weise natürlich auch immer Risiken bedeutet für die Spielerinnen und Spieler, für die Zuschauer selbst auch, für das Sicherheitspersonal. Also, das geht schon mit Risiken einher“, sagte der 60-Jährige beim Medienevent „Bild100 Sport“ in Berlin.

Platzstürme auf Schalke, in Köln und in Bremen

Zuletzt hatten Anhänger unter anderem nach dem Wiederaufstieg des FC Schalke 04 und des SV Werder Bremen in die Bundesliga, bei den Europacup-Qualifikationen des 1. FC Köln und des 1. FC Union Berlin sowie bei der Rettung vor dem Bundesliga-Abstieg des VfB Stuttgart von den Tribünen aus das Spielfeld gestürmt.


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„Dieser Platzsturm hätte auch in einer Katastrophe enden können“, hatte der Leitende Polizeidirektor Peter Both nach den Vorfällen in Gelsenkirchen gesagt. Dort gab es zahlreiche Verletzte.

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Es wüssten alle um die möglichen Risiken, sagte Neuendorf. „Insofern hoffe ich, dass es sich nicht zu einem Trend ausweitet, sondern dass es einzelne Ereignisse bleiben.“

Platzstürme in der Bundesliga: Fritz Keller schlägt Kompromiss vor

Weniger kritisch bewertet Neuendorfs Vorgänger Fritz Keller die Platzstürme. Der ehemalige Präsident des Deutschen Fußball-Bundes schlägt eine geordnete Fan-Flut in den Stadioninnenraum vor. „Irgendwie können die Fans ja auch ihre Freude zum Ausdruck bringen. Wenn man das organisiert, ist das, glaube ich, auch nicht so gefährlich, sondern einfach ein bisschen mehr Freiheiten lassen“, sagte der frühere Präsident des Bundesligisten SC Freiburg. „Wenn man es organisiert, hat man auch die Möglichkeit, was zu machen.“ (dpa/pfe)

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