Fußball auf Rasenplatz
  • Liegt der Ball im Amateursport bald wieder still? Steigende Infektionszahlen machen es den Vereinen schwer.
  • Foto: IMAGO / Hanno Bode

Droht eine neue Zwangspause? Erster Fußballverband verschärft Corona-Regeln

Der Winter steht vor der Tür und die Corona-Infektionen schießen in die Höhe. Eine Entwicklung, die zwar aus dem letzten Jahr bekannt ist, den Amateursport nun aber doch hart trifft. Droht eine erneute Zwangspause?

In Baden-Württemberg gilt seit Mittwoch eine erhöhte Corona-Warnstufe, da die kritische Anzahl von 250 Erkrankten auf Intensivstationen geknackt wurde. Damit müssen alle Ungeimpften und Ungenesenen einen PCR-Test in Innenräumen vorliegen haben. Die bisher häufig nur notwendig gewesenen Schnelltests reichen nicht mehr aus. Betroffen von dieser Regelung sind auch alle Amateursportler im Alter von mindestens 18 Jahren – Jüngere müssen entweder einen Schnelltest vorzeigen oder gelten durch regelmäßige Schultestungen als befreit.

Württembergischer Fußballverband will Vereinen zur Seite stehen

„Natürlich sind die verschärften Regeln herausfordernd und verlangen den Vereinen einiges an Organisation und Kommunikation ab. Der Mehraufwand durch die 3G-Kontrolle der Zuschauer an Spieltagen ist jedoch überschaubar, da ohnehin bereits die Kontaktdaten erfasst werden mussten“, erklärt Arne Bauer von der Pressestelle des Württembergischen Fußballverbands. „Wir hoffen sehr, dass sich die Fallzahlen stabilisieren“. Zudem seien die Vereine dazu verpflichtet, die neuen Regeln durchzusetzen, könnten aber auf Hilfe vom Verband zählen.


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Eine ähnliche Entwicklung könnte es ab diesem Samstag auch in Sachsen geben, wo dann die Vorwarnstufe der Corona-Schutzverordnung greifen könnte. Fußballspiele, die nicht der Berufsausübung dienen, zählen als private Zusammenkunft. Nur zehn ungeimpfte bzw. ungenesene Personen über 14 Jahren dürfen daran teilnehmen. Mit einer Impfquote von nur etwa 60 Prozent könnte dies Sachsens Amateursport auf den Kopf stellen. Sollten zu viele Ungeimpfte in den Mannschaften sein, droht dem Verband sogar eine erneute Zwangsunterbrechung.

„Rechtsfassung hinterfragen“: Kritik an Sachsens Corona-Verordnung

Oliver Gebhardt, Vizepräsident des Leipziger Fußballverbandes, appellierte gegenüber dem „Sportbuzzer“: „Ich fordere das Sozialministerium auf, seine Rechtsfassung zu hinterfragen und zu prüfen, ob Einschränkungen dieser Art sinnvoll sind im Einklang mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Ansteckungsorten. Der Impfstatus würde durch diese Regeln über Aufstellungen und Auswechslungen entschieden.“

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Bislang sind Baden-Württemberg und Sachsen die einzigen Bundesländer, die entsprechend hart durchgreifen. Ob andere nachziehen, ist noch unklar. Unwahrscheinlich ist es aber aufgrund der vielerorts drastisch steigenden Zahlen nicht.

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