Lena Oberdorf, hier beim Länderspiel gegen Frankreich, ist für den Fußball-Spruch des Jahres nominiert.
Lena Oberdorf, hier beim Länderspiel gegen Frankreich, ist für den Fußball-Spruch des Jahres nominiert.
  • Lena Oberdorf, hier beim Länderspiel gegen Frankreich, wurde im Sommer 2022 Vize-Europameisterin.
  • Foto: IMAGO / Lobeca

DFB-Star teilt gegen männliche Kollegen aus: Nicht „alles hinterhertragen“ lassen

Fußballprofis können nach Ansicht von Vize-Europameisterin Lena Oberdorf einiges von Fußballerinnen lernen. Auch in der Frage, ob eine Frau die Nationalmannschaft der Herren trainieren könnte, hat sie eine klare Meinung.

Und was können die Männer noch dazulernen? „Dass sie eigenständiger handeln und ihnen nicht alles hinterhergetragen wird. Dass sie nach einem Foul nicht ständig auf dem Boden liegen bleiben“, antwortete die 21-Jährige vom VfL Wolfsburg im Interview der „Wolfsburger Allgemeinen“.

„Die Frauen sind disziplinierter, sie vergessen nicht einfach mal so ihre Fußballschuhe, lassen das Trainingstor stehen oder vergessen ihre Reisepässe.“

Oberdorf ist sich sicher: Voss-Tecklenburg könnte auch die Männer trainieren

Für Oberdorf ist es keine Frage, dass Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg auch die Männer-Nationalmannschaft betreuen könnte. „Natürlich! Warum nicht? Sie hat das fußballerische Verständnis, und wenn die Männer sie annehmen und respektieren, sollte das möglich sein“, sagte die 35-malige Nationalspielerin im Trainingslager in Portugal auf eine entsprechende Frage.


MOPO

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„Der Gesellschaft ist es doch egal, ob ein Mann oder eine Frau auf der Trainerbank sitzt. Vielleicht würden ein paar blöde Kommentare kommen, aber so etwas sollte man aushalten können. Es geht doch letztendlich um den Erfolg.“

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Oberdorf wünscht sich auch gemeinsame Werbeauftritte der DFB-Fußballerinnen mit den Männern. „Wir bekämen eine größere Reichweite, die Herren würden von unserer aktuellen Beliebtheit und Sympathie profitieren“, erklärte die defensive Mittelfeldspielerin.

„Man müsste zu einer Nationalmannschaft werden und nicht immer den Eindruck erwecken, dass es eine für die Herren und eine für die Frauen gibt. Wir spielen für ein Land.“ (dpa/nswz)

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