• Haaland-Berater Mino Raiola (Mitte)
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Wahnsinns-Zahlen: Deutsche Klubs zahlten am zweitmeisten an Berater

Der deutsche Profifußball hat bei seinen Spielertransfers im zu Ende gehenden Jahr rund 75 Millionen Euro an Vermittler-Honoraren bezahlt. Damit liegen die deutschen Klubs weltweit auf Rang zwei hinter den englischen Vereinen (118 Millionen). Die Plätze drei bis fünf gehen an Italien (65 Millionen), Spanien (31 Millionen) und Frankreich (27 Millionen). Das geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen des Weltverbands FIFA hervor.

Insgesamt wurden weltweit 444 Millionen Euro an Vermittler-Honoraren rund um die 17.945 Transfers von Berufsspielern bezahlt. An 3545 dieser Transfers (19,8 Prozent) war laut FIFA mindestens ein Vermittler beteiligt. Knapp 96 Prozent der globalen Provisionen wurden von europäischen Klubs bezahlt.

FIFA-Bericht: Deutsche Klubs zahlen am zweitmeisten für Berater

Obwohl die globalen Transferausgaben als Folge der Coronakrise zum zweiten Mal in Folge gesunken sind, blieben die Vermittler-Honorare konstant und legten im Vergleich zu 2020 sogar leicht um 0,7 Prozent zu. Die Gesamtsumme der Provisionen aus den vergangenen zehn Jahren beläuft sich laut FIFA auf 3,1 Milliarden Euro.

Neue FIFA-Regeln sollen Berater-Honorare senken

Die FIFA arbeitet derzeit daran, neue Regeln für Spielervermittler auf den Weg zu bringen. Diese sollen für „mehr Transparenz und Professionalität im System“ sorgen, sagte FIFA-Chefjustiziar Emilio Garcia Silvero am Mittwoch. Einerseits gehe es bei den neuen Regeln unter anderem um Lizenzierungsfragen, aber auch um Obergrenzen für Provisionen.


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Bei Letzterem gebe es noch „einige Schwierigkeiten“ in den Konsultationen mit allen Beteiligten. Luis Villas-Boas Pires, Leiter der FIFA-Abteilung für Spielervermittler, sprach von „einige Beispielen, in denen die Vermittler mehr verdient haben als ein Jahresgehalt ihres Spielers. Das wollen wir verhindern.“

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Die neuen Regeln sollen im Einklang mit EU-Recht stehen. Angesichts möglicher Klagen unzufriedener Spielervermittler sei die FIFA daher „nicht besorgt“, sagte Garcia Silvero: „Es ist ein großes Ziel, wir glauben, dass wir hier das Richtige tun.“ Die neuen Regelungen sollen im ersten Quartal 2022 vom FIFA-Council verabschiedet werden. (kk/sid)

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