Melanie Leupolz trug schon die Kapitänsbinde der Nationalmannschaft. Die EM verpasst sie aufgrund ihrer Schwangerschaft.
  • Melanie Leupolz trug schon die Kapitänsbinde der Nationalmannschaft. Die EM verpasst sie aufgrund ihrer Schwangerschaft.
  • Foto: IMAGO/Eibner

Baby statt EM: Schwangere Nationalspielerin will ein Vorbild sein

Nationalspielerin Melanie Leupolz möchte mit ihrer Schwangerschaft während der aktiven Karriere auch Wegbereiterin sein. Wann sie wieder auf den Platz zurückkehren möchte, lässt sie offen.

Mit Rückhalt von Verband und Umfeld sei „eine Rückkehr absolut möglich. Ich möchte Vorbild sein und zeigen: ,Du musst dich nicht zwischen Familie und Karriere entscheiden’“, sagte die 28-Jährige vom FC Chelsea dem Nachrichtenportal „t-online“.


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In dieser Hinsicht zeige Wimbledon-Halbfinalistin Tatjana Maria „gerade auf beeindruckende Art und Weise, dass es geht“, erklärte Leupolz, die aufgrund ihrer Schwangerschaft die am Mittwoch beginnende EM in England verpasst.

Die Mittelfeldspielerin hatte zunächst ein „unangenehmes Gefühl, den Verantwortlichen meine Schwangerschaft mitzuteilen. Die Trainerin plant ja mit einem“. Doch alle Reaktionen seien positiv ausgefallen, auch von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg: „Martina meinte zu mir, dass das der beste Grund sei, so ein Turnier abzusagen.“

Leupolz bekommt beim FC Chelsea große Unterstützung

Leupolz ist die erste werdende Mutter bei Chelsea. „Als ich von meiner Schwangerschaft erfuhr, habe ich erst einmal gegoogelt, welche Rechte Leistungssportlerinnen in solchen Fällen haben – aber man findet fast gar nichts“, berichtete sie. Die frühere Bayern-Spielerin erhalte beim englischen Meister aber „eine weitaus bessere Unterstützung als das, was sie anbieten müssten“.

Für das Comeback nach der Entbindung möchte Leupolz sich Zeit lassen: „Ich spüre keinen Druck, schnell zurückkommen zu müssen. Das Wichtigste sind erst mal die Familie und unser Kind.“
Bei der EM traut die Olympiasiegerin von 2016 und Europameisterin von 2013 dem DFB-Team ein gutes Abschneiden als Mitfavorit zu: „Ich bin aber zuversichtlich, dass wir ein erfolgreiches Turnier absolvieren.“

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Rekordeuropameister Deutschland bestreitet am Freitag (21.00 Uhr/ZDF und DAZN) sein erstes Gruppenspiel gegen den Vize-Europameister Dänemark. (sid/mvp)

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