Stefan Reuter und Klaus Hofmann
  • Manager Stefan Reuter (l.) mit Ex-Präsident Klaus Hofmann (r.) und dem früheren Technischen Direktor Stephan Schwarz
  • Foto: imago/DeFodi

Erpressung mit WhatsApp-Chats? Augsburg wehrt sich gegen Bericht

Stefan Reuter und Klaus Hofmann haben Medienberichte zurückgewiesen, der Manager habe beim FC Augsburg den Rücktritt des Präsidenten erzwungen.

Am vergangenen Donnerstag war Hofmann überraschend als Präsident des Vereins FC Augsburg und als Geschäftsführer der FC Augsburg 1907 GmbH & Co. KGaA zurückgetreten. Der Unternehmer verwies auf die Doppelbelastung und dadurch immer stärker werdende gesundheitliche Probleme.

„Ich habe in den letzten Wochen und Monaten immer wieder deutliche und stärker werdende Stress-Signale meines Körpers vernommen, so dass ich in meiner gesundheitlichen Situation keine Doppelfunktion in meinem Unternehmen und gleichzeitig beim FC Augsburg vernünftig ausführen kann“, so der 54-Jährige.

Angesprochen auf die Medienberichte erklärte er seinen plötzlichen Abschied von den Schwaben abermals mit gesundheitlichen Problemen, Sportchef Reuter und Co-Geschäftsführer Michael Ströll nannten es „bedenklich, wenn derartige Fehlinformationen gestreut werden“.

„Bild“ spricht von „Erpressung im Zusammenhang mit Hofmann-Rücktritt

Die „Bild“ hatte von der Augsburger „Intrigen-Kiste“ berichtet. Dort war in Zusammenhang mit Hofmanns Rücktritt von „Erpressung via WhatsApp-Chats die Rede, Reuter wurde als böser Bube eines „Schmierentheaters“ dargestellt. Der FCA widersprach „klar und deutlich“.


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„Mein Rücktritt hat nichts mit angeblich gehackten Nachrichten oder sonstigen Spekulationen zu tun, sondern ausschließlich die von mir genannten gesundheitlichen Gründe“, betonte Hofmann. Hinsichtlich der Zukunft der Augsburger sagte er: „Gerade jetzt, wo wichtige Entscheidungen in Augsburg anstehen, müssen voll handlungsfähige Gremien die richtigen Weichen stellen, was ich nicht mehr leisten konnte.“

Reuter und Ströll ergänzten: „Vor allem beim Thema Gesundheit gilt es den Wunsch von Klaus Hofmann nach Privatsphäre ohne Wenn und Aber zu respektieren.“ Aufsichtsratschef Thomas Müller sprang ihnen zur Seite und betonte, es gebe „keinerlei anderweitige Gründe“ für Hofmanns Abschied. Der 54-Jährige werde dem FCA als Geschäftsführer und Anteilseigner der Hofmann Investoren GmbH „eng verbunden bleiben, worüber wir sehr froh sind“, meinte Müller.

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Dennoch sieht auch der kicker bei den Schwaben einen „Flächenbrand“, trat neben Hofmann doch auch Trainer Markus Weinzierl zurück. Als Nachfolger wird Enrico Maaßen (Dortmund II) gehandelt, der auch andere Anfragen haben soll. (sid/pw)

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