Katja Kraus würde sich als DFB-Präsidentin für eine Frauenquote im Profifußball und andere drastische Änderungen einsetzen.
  • Katja Kraus würde sich als DFB-Präsidentin für eine Frauenquote im Profifußball und andere drastische Änderungen einsetzen.
  • Foto: Imago

„Fußball kann mehr“: Zwei Frauen an der Spitze europäischer Top-Fußballverbände?

Der niederländische Fußball-Verband KNVB bekommt offenbar erstmals eine Direktorin. Marianne van Leeuwen soll die Nachfolge des aus dem Amt scheidenden Direktors Profifußball Eric Gudde antreten.

Die 60 Jahre alte Vorsitzende des Amateurfußballklubs AVV Zeeburgia 1919 aus Amsterdam ist die einzige Person, die aus den Bewerbungen übriggeblieben ist. Sie wäre die erste Frau, die im niederländischen Fußballverband eine Führungsposition erhält.

„Fußball kann mehr“: Van Leeuwen soll keine Ausnahme sein

2014 war van Leeuwen Vorsitzende von Zeeburgia geworden, ein Amateurverein, der Kultstatus genießt. Van Leeuwen wurde 2019 bekannt, als sie sich gegen Rassismus im Amateurfußball einsetzte. Die studierte Juristin und Absolventin der Havard Business School gehört mehreren Aufsichtsräten an, unter anderem der Sligro Food Group.

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Auch in Deutschland könnte demnächst eine Frau an die Spitze des deutschen Fußballs treten. Die frühere Nationalspielerin und Ex-HSV -Vorstand Katja Kraus zieht in Erwägung, als Nachfolgerin von Fritz Keller, der am Montag nach dem Nazi-Skandal zurückgetreten war, zu kandidieren.

Sie habe „keine Ambition“ auf das Amt, schaue sich aber „sehr genau an, wo, unter welchen Umständen und vor allem in welchen Konstellationen“ eine Kandidatur für sie in Frage käme. Zuletzt hatte sie, zusammen mit anderen Initiatorinnen, unter dem Motto „Fußball kann mehr“ eine Frauenquote im Profifußball und andere drastische Veränderungen gefordert.(sid/hoe)

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