Marko Arnautović Jubel
  • Marko Arnautović musste während seines Torjubels von seinen Mannschaftskollegen zurückgehalten werden.
  • Foto: picture alliance/dpa/POOL EPA/AP | Robert Ghement

„Ich bin kein Rassist!” Aber UEFA ermittelt gegen Arnautovic

Der nordmazedonische Fußballverband FFM hat nach den Schimpftiraden des österreichischen Nationalspielers Marko Arnautović die „härteste Strafe“ von der UEFA gefordert. Der Verband verurteilte in einem Statement „den nationalistischen Ausbruch“ des Österreichers gegenüber Flügelspieler Ezgjan Alioski und richtete ein offizielles Schreiben an die UEFA

Der Verband betonte, immer „gegen Nationalismus, Diskriminierung und alle anderen Formen von Beleidigungen und Ausbrüchen“ zu sein, die „nicht im Sinne des Fußballs sind und unseren gemeinsamen Werten widersprechen“. Der frühere Bremer Arnautovic hatte am Montag für seine Entgleisungen beim Torjubel in der 89. Minute zum 3:1-Endstand im Auftaktspiel gegen EM-Neuling Nordmazedonien um Entschuldigung gebeten.

UEFA ermittelt gegen Marko Arnautovic

Die UEFA kündigte am Dienstagmorgen zunächst an, „keine Untersuchungen“ aufzunehmen, wie ein UEFA-Sprecher auf gesagt hatte. Knapp eine Stunde nach dieser Mitteilung dann die Rolle rückwärts: Man habe einen „Ethik- und Disziplinarinspektor“ ernannt, der die Vorfälle rund um das Spiel zwischen Österreich und EM-Neuling Nordmazedonien am Sonntagabend untersuchen wird.

„Ich bin kein Rassist und werde niemals einer sein“, sagte Arnautović: „Ich habe mich gefreut. Natürlich sind da Worte gefallen, die auch mir wehgetan haben. Es war einfach ein emotionales Gefecht“. Der 32-Jährige bat mehrmals um Verzeihung, er wolle „für die ganze Menschheit und für die ganze Welt sagen: Entschuldigung dafür!“, betonte er im ORF.

Marko Arnautović: Direkte Aussprache mit Alioski nach dem Spiel

Der 32-Jährige soll Alioski während des Spiels mit einem diffamierenden Begriff für „Albaner“ beschimpft haben.

Arnautovic will sich nach dem Spiel derweil mit Alioski ausgesprochen und am Montag schließlich das Gespräch mit Nordmazedoniens Kapitän Goran Pandev gesucht haben. „Er ist ein guter Freund von mir und hat mir auch gesagt, vergiss alles, ich weiß, wie es im Fußball läuft und wie die Emotionen sind“, sagte der Ex-Bremer.

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Auf Instagram richtete Arnautovic zudem die Worte „Më falni“, was „Entschuldigung“ auf Albanisch bedeutet, an seine Follower.

Alioski ist albanischer Abstammung, Arnautovic hat serbische Wurzeln. Beide Nationen stehen seit Jahrzehnten im Konflikt. (sid/hoe)

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